Alltagslyrik

Gebleichter Zellstoff, Vinyl, Zelluloid und ... ja ... Mist, woraus besteht TV?

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Knolle
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Alltagslyrik

Beitrag von Knolle » Mo Aug 18, 2003 11:11 am

Seit Monaten bewahre ich auf meiner Festplatte einen kleinen Schatz aus einem lokalen Anzeigenblatt auf. Mangels passendem Strang nehme ich meinen Liebling jetzt zum Anlass, das Thema "Gedichte im Alltag" zu eröffnen. Lyrik, wo niemand sie vermutet. Als Morgengabe dazu der folgende Kleinanzeigentext, gekürzt um die zugehörige Telefonnummer:


NEU

Natursekt, Gerte, Rollenspiel
bei mir gibt es von alledem viel.
Meine Dominanz, leicht, mittel o. zart
ist einfühlsam und nicht zu hart

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Annchen
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Beitrag von Annchen » So Aug 24, 2003 11:13 am

Schön fand ich, was ich kürzlich in einer Loriot-Wiederholung sah (kannte ich noch nicht):

Eine Dame alias Evelin Hamann unterhielt sich mit einem Herrn (Loriot) im Flugzeug über den Dichter Rilke. "Herr, es ist Zeit, der Sommer war sehr groß..." etc, sie schwärmte und schwärmte (und öffnete dabei ihre Dose mit Thunfisch in Tomatensoße, den sie sich ungerührt über ihre Bluse kleckerte). Der dritte Mann, der am Fenster saß darauf:

"Ein Freund von mir macht auch Gedichte:

Ich muss die Nase meiner Ollen
an jeder Grenze neu verzollen.

- Kennen Sie?"

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