Die größten Flops der Automobilgeschichte

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Der Korrektor
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Die größten Flops der Automobilgeschichte

Beitrag von Der Korrektor »

Hallo, auch wenn ich das vage Gefühl habe, dass die Autofans in diesem Forum eher in der Minderheit sind, erlaube ich mir, den folgenden Artikel zu posten - insbesondere, weil es ja mehr um Design als um Technik geht. Da Design auch immer ein Spiegel der Zeit und der Gesellschaft ist, erlaube ich mir weiterhin, dies im Forum "mit Niveau" zu tun.

Gestehen muss ich auch noch, dass ich die Geschichte vor dreieinhalb Jahren bereits einmal veröffentlicht habe, und zwar auf der Site http://www.automarken.info. Dass ich die Geschichte hier komplett wiederhole und nicht nur einen Link setze, hat zwei Gründe: Zum einen würde ich den Strang gerne nach und nach um weitere Beispiele erweitern, die mir zwischenzeitlich noch eingefallen sind, zum anderen würde ich mich natürlich freuen, wenn auch andere Beispiele beisteuern würden. Äh, ja, falls das Thema überhaupt jemanden interessiert.

Aber genug der langen Vorrede, freuen Sie sich jetzt auf (oder seien Sie gelangweilt von) ...

Die größten Flops der Automobilgeschichte

<b>Metropolitan Nash - Auto oder Spielzeug?</b>

<img SRC="http://raum.net/specials/nash.jpg" ALT="Metropolitan Nash" BORDER="0" height="186" width="300">

Amerika, das Land der Straßenkreuzer! Wirklich? Nein, nicht wirklich, denn immer wieder gab es Versuche, die Vorherrschaft der benzin- und ressourcenfressenden Dickschiffe zu durchbrechen. Einer der skurrilsten war die Zusammenarbeit zwischen AMC (USA) und BMC (Großbritannien), die 1954 den Metropolitan Nash zeugte. Aufbauend auf der Mechanik des Austin A 40, hatte die amerikanisch-englische Co-Produktion wenig mit dem gemeinsam, was damals in Europa auf dem Sektor schon State of the Art war. Der unpraktische Kleinwagen, dem sogar die Kofferraumklappe fehlte, sah eher wie ein in der Wäsche eingegangener Middle-Class-Ami aus, oder wie ein Spaßmobil vom Rummelplatz-Autoscooter. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass schon 1962 die Produktion mangels Nachfrage eingestellt werden musste. Wer kauft schon gerne ein Auto, welches wie ein Spielzeug aussieht?

<b>Zündapp Janus - Wo ist vorne und wo hinten?</b>

<img SRC="http://raum.net/specials/janus.jpg" ALT="Zündapp Janus" BORDER="0" height="200" width="300">

In der Nachkriegszeit waren es Flugzeugfirmen wie Messerschmitt und Heinkel, die teilweise für skurrile Kleinwagen verantwortlich zeichneten. Auch Dornier hatte ein interessantes Projekt, welches schließlich von der Motorradfirma Zündapp abgekauft und zur Serienreife gebracht wurde: Der Zündapp Janus, der im Herbst 1956 einer erstaunten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Wie sein Namensgeber, der römische Gott der Türen, hatte er "zwei Gesichter": Sowohl Front als auch Heck bestieg man durch seitlich aufschwenkbare Türen in der Art der BMW Isetta, und so sahen sich Front und Heck auch ziemlich ähnlich. Der Motor war in der Mitte zwischen den Sitzbänken untergebracht, und die hinteren Passagiere hatten das zweifelhafte Vergnügen, in Position gegen die Fahrtrichtung befördert zu werden. Sicher war es nicht die Absicht der Zündapp-Werke, eventuell sich in diesen Jahren abzeichnende Generationenkonflikte zu vertiefen, Tatsache war aber, dass sich nur wenig Käufer - insgesamt waren es 6.900 - mit dieser Art des zwangsentfremdeten Reisens anfreunden konnten. Und so war es wohl nur folgerichtig, dass die Produktion bereits zwei Jahre später eingestellt wurde.

<b>Edsel - Die Millionenpleite</b>

<img SRC="http://raum.net/specials/edsel.jpg" ALT="Edsel" BORDER="0" height="227" width="300">

Ford USA hatte 1957 ein Problem: Zwischen den als Ford vertriebenen Modellen und der nächsthöheren konzerneigenen Marke, Mercury, klaffte eine riesige Lücke, die nur allzu bereitwillig von Chrysler und GM mit Marken wie Pontiac, Buick, De Soto oder Dodge geschlossen wurde. So entschloss man sich, eine ganz neue Marke zu lancieren: Edsel, benannt nach dem Sohn von Henry Ford. Designer Roy Brown schuf ein Autogesicht, welches äußerst markant war - leider zu markant. Schnell sprachen Kritiker angesichts der Kühlerform von "Pferdegeschirr", noch herbere Kritiken nannten den Kühler schlicht "vaginär". Das von Anfang an unglücklich lancierte Image, Qualitätsprobleme und letztlich die Tatsache, dass der Edsel technisch nicht viel Neues bot und zu teuer angeboten wurde, sorgten dafür, dass in zweieinhalb Jahren Produktionszeit mit 110.850 Edsel nur ein Bruchteil des angestrebten Produktionsziels erreichte wurde. Der Edsel erwies sich für Ford nicht nur als Misserfolg, sondern als totale Pleite: Ford konnte ca. 250 Millionen Dollar an Produktions- und Entwicklungskosten hinterherwinken.

<b>VW 411 - Der Nasenbär</b>

<img SRC="http://raum.net/specials/vw411.jpg" ALT="VW 411" BORDER="0" height="177" width="300">

Bewährtes soll man nicht verändern - mit dem Festhalten an dieser Maxime hatte sich Ende der 60er Jahre der Volkswagen-Konzern fast das eigene Grab geschaufelt. Bewährtes, das war 1968, noch sechs Jahre vor Erscheinen des VW Golf, nun einmal der Käfer. Und sein Konzept - luftgekühlter Heckmotor mit Heckantrieb - musste denn auch für alle anderen VW-Modelle herhalten. Das führte zu Erfolgen wie dem Karmann Ghia oder dem VW Bus, zu immerhin annehmbaren Modellen wie dem VW 1500, aber auch zum VW 411, dem legendär gescheiterten Versuch Volkswagens, in die Mittelklasse vorzustoßen. Ein eher unausgewogenes Design und das Bemühen, der Zielgruppe im Bug einen möglichst großen Kofferraum zu bieten, führte schnell zum eher gehässig als liebevoll gemeinten Spitznamen: Der Nasenbär. Der Spott blieb den Wolfsburgern natürlich nicht verborgen, und schnell lancierte man Facelifts mit abgeflachter Front und Doppelscheinwerfern, die aber an dem rettungslos veralteten Grundkonzept des Wagens auch nichts ändern konnten. In sechs Produktionsjahren fand der VW 411 gerade mal 350.000 unerschrockene Käufer, dann hatte man auch in Wolfsburg die Nase voll vom Nasenbär - und zum Glück war mit dem Golf die Rettung schon in Sicht.

<b>Trabant 1.1 - Das letzte Aufgebot</b>

<img SRC="http://raum.net/specials/trabant1_1.jpg" ALT="Trabant 1.1" BORDER="0" height="243" width="250">

Angesichts der historischen Ereignisse 1989 trat die Bedeutung der ostdeutschen Automobilgeschichte natürlich ein wenig in den Hintergrund. Nicht ganz zu Unrecht, wie zynische Zeitgenossen anmerkten. Auf Weisung des Politbüros war endlich eine Modernisierung des seit 1963 fast unverändert produzierten Trabant geboten worden: Äußerlich erkennbar am designerisch katastrophalen asymmetrischen Kühlergrill und an größeren Rückleuchten, innerlich werkelte nun ein Polo-Motor aus VW-Lizenz - endlich im Viertakt! Der DDR-Volksspott hatte auch gleich einen Namen parat: "Mumie in neuen Kleidern." Und letztlich war wohl allen Beteiligten klar, dass da ein Auslaufmodell produziert wurde, welches auf dem sich öffnenden neuen europäischen Markt nicht den Hauch einer Chance besaß. Obwohl dieser letzte aller Trabis sehr viel besser als sein Ruf war ...

<b>Ford Scorpio - Kuhäugig ins Desaster</b>

<img SRC="http://raum.net/specials/scorpio.jpg" ALT="Ford Scorpio" BORDER="0" height="138" width="300">

Nein, ein grandioses Image hatte der 1988 erstmals vorgestellte Ford Scorpio eigentlich nie gehabt, aber er hatte doch genug innere Qualitäten, um eine einigermaßen treue Käuferschar an sich zu binden, die sich auch vom eher langweiligen Design nicht abschrecken ließ. Ganz im Gegenteil - diese wohl eher als konservativ einzustufenden Käufer wollten alles, bloß kein revolutionär anmutendes Auto. Was Ford nicht davon abhielt, 1995 eine Design-Revolution auszurufen: Der neue Scorpio war da! Die absolut inhomogene Kühlergrill- und Scheinwerfergestaltung ergab ein "Gesicht", welches zwanghaft unvereinbare Designelemente zu vereinen suchte und vielleicht mit "kuhäugig" noch recht schmeichelhaft beschrieben ist. Auch hinten sah's kaum besser aus: Über ein rotes Leuchtenband wölbte sich viel zu groß der Kofferraumdeckel, auch die ohnehin deplatziert wirkende Chrom-Zierleiste konnte da nichts mehr retten. Die Quittung folgte leider schnell. Die Stammkundschaft sprang so vehement ab, dass der Scorpio-Designpfusch gleich die ganze Serie ins Grab riss - Ford zog sich klammheimlich und verschämt aus dem Oberklasse-Geschäft zurück. Und das Jahre vor dem Rinderwahnsinn.

<b>Mercedes-Benz übertreibt: Das Dickschiff</b>

<img SRC="http://raum.net/specials/sklasse.jpg" ALT="Mercedes-Benz S-Klasse 1991-1998" BORDER="0" height="177" width="300">

Eigentlich wollten sie es doch nur richtig machen. Doppelverglasung, Multikontur-Sitzpolster, jeder auch nur zu erahnende Komfort, Technik vom Allerfeinsten: Als Mercedes-Benz die intern Baureihe 140 genannte S-Klasse vorstellte, war man voll des Entwicklerstolzes. Schließlich hatte man wohl das feinste, am weitesten entwickelste und beste Automobil aller Zeiten erschaffen. Allein, man war ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Und auch wenn sogar die Deutsche Bahn AG mit Mercedes-Benz an einem Strang zog und die Autoreisezüge nach Sylt auf das ziemlich breit geratene Sonderformat der S-Klasse umrüstete, blieb die Kritikermeinung einhellig: zu groß, zu breit, zu schwer. Einfach nur überladen. Und irgendwie waren wohl alle Verantwortlichen sehr erleichtert, als 1998 nach 7-jähriger Bauzeit ein sehr viel schlanker anmutendes Nachfolgemodell neue Sympathiepunkte holte.



Freundlichen Gruß
Der Korrektor
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siggi
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Beitrag von siggi »

Entschuldigen Sie meine bescheidene Meinung: Aber ich finde das Auto an sich ist der bisher größte Flop aus Sicht der Umwelt.

Euer Sigi
Manche Nachrichten sind, nachdem man sie erklärt hat, nur noch halb so lustig. Basta.
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Larifari
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Beitrag von Larifari »

Gna, gna, gna, der Umwelt als Umwelt ist das Auto doch völlig rille! Ich unterstelle nämlich einfach mal, daß die Sicht der Umwelt auf das Automobil, von der Sie sprechen, Siggi, ganz allein Ihre eigene Sicht auf das Verhältnis Auto - Umwelt ist. Und natürlich die einiger weiterer Menschen. Das Auto an sich ist ein tolles Ergebnis des wissenschaftlich-technologischen Fortschritts des Menschen. Daß über die Zweckmäßigkeit und die Folgen seines Einsatzes auch für die menschlichen Existenzbedingungen nicht ausreichend nachgedacht wird, ist ein vollkommen anderes Thema.
Das Strangthema übrigens auch.
Zuletzt geändert von Larifari am Do Aug 05, 2004 8:33 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Als sie die Sparkassen privatisierten, habe ich geschwiegen, denn ich war ja keine Sparkasse.
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Gunter von Saarwerden
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Beitrag von Gunter von Saarwerden »

Mein Verhältnis zum Automobil ist sowieso ein Gespaltenes. Es mag ja manchmal ganz praktisch sein, aber da, wo ich wohne greift man dann doch lieber zum öffentlichen Personennahverkehr. Aber trotzdem lese ich relativ regelmäßig die einschlägige Fachliteratur. Was mich dabei am meisten interessiert, ist das Design. Und da haben Sie, werter Korrektor, mit Ihrem Strang genau ins Schwarze getroffen. Ich bin gespannt auf mehr...

Zum Thema Flop fällt mir da noch folgendes Fahrzeug ein:

Mercedes Benz Vaneo
Bild

Dieses Auto habe ich fast noch nie auf der Straße gesehen. Man sagt, die Verarbeitung sei, bis auf den Stern, miserabel. Unbequeme Sitze, wenig Ausstattung runden das Ganze ab. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um Ihnen meine Abneigung gegen die A-Klasse zu gestehen.
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Dr. Strangelove
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Beitrag von Dr. Strangelove »

siggi hat geschrieben:Entschuldigen Sie meine bescheidene Meinung: Aber ich finde das Auto an sich ist der bisher größte Flop aus Sicht der Umwelt.

Euer Sigi
von autos habe ich auch keine ahnung, weiss nur das gerhard ein rotes hatte.

aber auf ihr stichwort moechte ich eingehen und zwar mit einem kleinen widerwort verbunden mit einer kniffligen frage.

welcher filmautor, und adorno-preistraeger obendrein laesst einen seiner spaeten filme seinen protagonisten, uebrigens ein filmegisseur, der vom eigentlichen regisseur selbst gespielt wird folgendes sinngemaess uber das 'uebel' der welt sagen: das naemlich die zwei sinnlosesten erfindungen die die menschheit hervorgebracht hat die atombombe und der plasikbecher sind. das ganze wird natuerlich nicht als eigene bescheidene meinung zelebriert sondern als hochphilosophische conclusio.
die spitzenplaetze der top ten der flops sind also schon besetzt und an ihrer position durch sagen wir mal einem nicht ganz unwichtigen kulturtraeger autorsiert.
sein bedeutenster film beginnt uebrigens mit einer fahrt in einem gestohlenden auto.
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MMC
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Beitrag von MMC »

Um mal beim Thema zu bleiben - ich erinnere mich noch zurueck an die Zeit, als unser Familienauto ein Renault 14 war, der oefters nicht ansprang (zB. Regen), ziemlich schnell rostete, u.v.a. (aber auch seine positiven Seiten hatte...). Tatsaechlich war es denn auch das Auto, was ich selbst dann einige Zeit mit frischen Fuehrerschein fahren durfte (aber das ist eine andere Geschichte). Immerhin - allzuoft traf man dieses Gefaehrt nicht auf der Strasse, und voila! Eine google Suche foerdert zu Tage die folgende Webseite: http://ptikem.free.fr/indexgb.htm, die die Vermutung bestaetigt, dass dieses Auto durchaus die Bezeichnung "Flop" verdient, z.B. "The once described "worst Renault ever" celebrates its 25th anniversary this year (2001).", oder auch die Tatsache, dass (nur) 999,193 Examplare in sieben Jahren hergestellt wurde, bis dann die Produktion eingestellt wurde.

Im uebrigen passt die "deutsche Uebersetzung" durchaus in den schlechte Uebersetzungen-Strang.
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siggi
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Beitrag von siggi »

Larifari hat geschrieben:Das Auto an sich ist ein tolles Ergebnis des wissenschaftlich-technologischen Fortschritts des Menschen. Dass über die Zweckmäßigkeit und die Folgen seines Einsatzes auch für die menschlichen Existenzbedingungen nicht ausreichend nachgedacht wird, ist ein vollkommen anderes Thema.
Ich finde Sie haben nicht recht. Das Problem ist doch, dass diese Kisten sich in über 100 Jahren nur minimal verändert haben. Was ist denn technischer Fortschritt, wenn man ein KFZ mit Teppichen ausschlägt (das Sattlergewerbe ist hunderte Jahre älter), fossile Brennstoffe vergeudet, mit Luftballons ausstattet (die Saublase wird schon länger so genutzt), über ein Drehkreuz die Richtung bestimmt (Segelschiffe tun dies seit vielen Jahren davor), auf Scheiben rollt (römische Kampfwagen konnten das auch schon), das Bremsen elektrisch unterstützt (was konzentriertes Fahren ohne Ablenkung durch viele bunte Schalter auch bewirken könnte), die Geschwindigkeitsänderung mit den Füßen vorgenommen wird (den unsensibelsten Gliedmaßen) und das Design das wirklich einzige Verkaufsargument ist, obwohl die Lichter an den Ecken sitzen, die Räder außen angebracht sind, das Lenkrad zumeist links sitzt, die Sitze fast immer hintereinander angebracht sind, die Richtung mit Lenkrad vorgegeben wird, die Geschwindigkeit abgelesen wird, der Kraftstoff über einen Rüssel zugeführt wird und der Spritverbrauch sich zwar auf die Leistung bezogen verringert hat, der durchschnittliche Verbrauch sich aber immer noch im selben Rahmen bewegt?

Daher gehört auch dieses innere Design hierzu. Und daher sind alle Autos Flops.

Anmerkung: Ich selbst fahre auch einen PKW, aus dem einfachen Grund, dass ich mich nicht wirklich gerne auf eine einstündige öffentliche Verkehrsmittelodyssee begebe um den selben Weg mit dem PKW in 10 Minuten zu erledigen. Meine Lebenszeit ist mir mehr Wert als neben transpirierenden Kindern in Bussen sitzend vor mich hinzuvegetieren. Fahre aber bewusst das sparsamste Auto, das ich damals in der von mir gewünschten Größe erhalten konnte. Den SMART CDI. Und das erste serienmäßige Wasserstoffauto wird meines sein. Das wäre Innovation und schönes Design, dann zumindest Innen.
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Peter Panther

Beitrag von Peter Panther »

Um noch einmal auf die Frage des Herrn Dr. Seltsam zurückzukommen:

Es handelt sich bei der gesuchten Person um Jean-Luc Godard, bei den genannten Filmen zweifelsohne um "À bout de souffle" (1959/1960), im deutschsprachigen Raum unter dem Titel "Außer Atem" eher bekannt, sowie "Nouvelle Vague" (1990).

Die Neigung des Herrn Dr. Seltsam für stilistische Spielereien hat leider die Schwierigkeit der Fragestellung erheblich geschmälert.


[Edit Moderator: Beitrag aufgrund schwerer Themaverfehlung in Tateinheit mit Zerplauderung gekürzt. Allgemeinplätze bitte in der Lobby diskutieren.]
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Dr. Strangelove
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Beitrag von Dr. Strangelove »

Peter Panther hat geschrieben:Um noch einmal auf die Frage des Herrn Dr. Seltsam zurückzukommen:

Es handelt sich bei der gesuchten Person um Jean-Luc Godard, bei den genannten Filmen zweifelsohne um "À bout de souffle" (1959/1960), im deutschsprachigen Raum unter dem Titel "Außer Atem" eher bekannt, sowie "Nouvelle Vague" (1990).

Die Neigung des Herrn Dr. Seltsam für stilistische Spielereien hat leider die Schwierigkeit der Fragestellung erheblich geschmälert.
nun ja. ich wollte ja auch kein grosses schweres raetsel aufstellen. wir sind ja hier nicht bei denkmal oder arte und der verweiss auf den adorno preis hat es sicherlich sehr leicht gemacht den autoren zu erurieren. konnte ich mir aber auch nicht verkeifen da ich so einen textstruktuellen verweis im kristevaschen sinne auf einen fruehern poster in diesem forum geben wollte der vor geraumer zeit sein login abgegeben zu haben scheint. und in zeiten des allzeit ueber google abrufbaren 'weltwissens' sind wirklich knifflige fragen auch nicht einfach zu erstellen. oder wie sind sie drauf gekommen?

mit dem autor liegen sie also richtig. die angesprochenden sinnlosigkeiten werden aber nicht in ausser atem ausgesprochen, sondern in seiner spaeten komoedie prénom carmen
Kurt Tucholsky hat geschrieben: Diese Spezies,... stellt ein sehr gutes Beispiel für die Flops und Fehlschläge in der Geschichte dieses Planeten dar...

Dem aufmerksamem Beobachter erschließen sich die schweren Mängel dieser Gattung bereits beim Durchlesen der an hiesigem Ort hervorgebrachten Absonderlichkeiten.
besten dank dafuer solch feine bemerkungen bisweilen hier doch noch lesen zu koennen.
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Dr. Strangelove
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Beitrag von Dr. Strangelove »

Moderator hat geschrieben:

[Edit Moderator: Beitrag aufgrund schwerer Themaverfehlung in Tateinheit mit Zerplauderung gekürzt. Allgemeinplätze bitte in der Lobby diskutieren.]
darf ich darauf mit einem zitat vom geschaetzten tucholsky (1932) antworten?

... jeder Vertreter solches Zwanges hindert den ihm Unterworfenen, sich eine freie Meinung zu bilden. Er läßt die Gegenargumente gar nicht erst an ihn heran....Jede, jede, jede Zensur ist vom Übel. So erzieht man kein Volk. ... Falsch ist das, kleinbürgerlich und dumm.
...Die Zensur ist der Schutz der Wenigen gegen die Vielen


wie kommen sie darauf sich hier moderator zu nennen? hoeflich und moderierend ware es wohl doch noch gewesen auf eine eventuelle thema verfehlung hinzuweisen, die mir aber in diesem falle nicht wirklich gegeben scheint, verglichen mit anderen faellen und vorkommnissen in denen sie ihrer moderatorenpflicht nicht nachgekommen sind, verbunden mit der bitte das doch zukuenftig zu unterlassen.
so bestaende auch die moeglichkeit fuer alle mitlesenden zu erkennen welcher 'fehler' hier begangen worden ist und damit auch die moeglichkeit das eigene verhalten darauf einzustellen. aus fehlern lernen - das ist jetzt in dieser form nicht moeglich.
ihr edit bestand einfach nur aus einer loeschung eines halben posts. zensur kann man es nennen - gerade weil die saetze die dort vielen aeusserst kritisch die frorumswelt ansprachen. aber so etwas hier anscheinend nicht geduldet.

bitte um stellungnahme unter nennung ihres forumsnicks und bitte kein verstecken hinter der deckung eines hier anonym agierenden loeschers der vorgibt moderator zu sein.
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Der Korrektor
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Beitrag von Der Korrektor »

Dr. Strangelove hat geschrieben:... und in zeiten des allzeit ueber google abrufbaren 'weltwissens' sind wirklich knifflige fragen auch nicht einfach zu erstellen ...
Etwas konsterniert stelle ich ja fest, dass sich in meinem hoffnungsvoll platzierten Strang zum Thema Design bei Automobilen zum einen ein heiteres Filmquiz, zum anderen ein ökofundamentalistischer Diskurs niedergelassen hat, nur unterbrochen von Gästen, die uralte Witze zum besten geben, und einer obskuren Zensurdebatte. Insofern mein Dank an Herrn MMC und an Herrn von Saarwerden, die wenigstens ansatzweise versucht haben, beim Thema zu bleiben, auch wenn es mehr um Designpfusch als um die silberne Werkstatt-Zitrone gehen sollte. Aber der Vaneo ist ja auch ein sehr hässliches rollendes Bügeleisen.

Allerdings denke ich, dass ich mich ja dann auch selbst nicht allzu sehr beeilen muss, zum eigentlichen Thema zurückzukehren, und beantworte Ihre Frage, Herr Dr. Strangelove, zunächst einmal mit Ja, Ihre Frage war in der Tat auch für einen Filmbanausen leicht zu lösen, schon der zweite Google-Treffer bei der Eingabe von "Atombombe Plastikbecher" bringt einen auf Godards Spuren.

Aus schierer Bosheit und um das Strangthema wenigstens zu streifen stelle ich Ihnen folgende Gegenfrage: Um was für ein Auto handelt es sich denn, welches Herr Belmondo am Anfang des Films klaut? Google ist da nicht sehr hilfreich, die einzige von mir in Filmbesprechungen gefundene präzisierte Bezeichnung neben "Auto" war "Straßenkreuzer". Zwei Bilder hingegen mögen uns auf die richtige Spur bringen:

Bild

Ganz oben links sieht man als Kühlerfigur einen stilisierten Jet, keine 100%ige Hilfe, da dies bei mehreren US-Firmen ein beliebtes Symbol war, aber ein Hinweis.

Bild

Man beachte die silbrige Chromeinfassung des Lautsprechers im Handschuhfach, einen Hinweis mag auch der Z-förmige Seitenabschluss der Panoramawindscheibe geben, der damals gerade erst in Mode kam.

Nun? Ehrlich gesagt, ich weiß es selbst nicht, da es lange her ist, dass ich den Film gesehen habe, und nur diese beiden Bilder gefunden habe, was den Wagen angeht, möglicherweise ist es ein Studebaker, das Baujahr lässt sich auf jeden Fall mit ziemlicher Sicherheit zwischen 1955 (aufgrund der Designmerkmale) und 1959 (logischerweise, aus diesem Jahr ist der Film) festlegen. Für sachdienliche Hinweise und insbesondere für Fotos aus dem Film, die mehr vom Wagen zeigen, bin ich dankbar.

Nun aber zurück zum Thema!

Grüße
Der Korrektor
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Beitrag von Dr. Strangelove »

Der Korrektor hat geschrieben: Etwas konsterniert stelle ich ja fest, dass sich in meinem hoffnungsvoll platzierten Strang zum Thema Design bei Automobilen zum einen ein heiteres Filmquiz, zum anderen ein ökofundamentalistischer Diskurs niedergelassen hat, nur unterbrochen von Gästen, die uralte Witze zum besten geben, und einer obskuren Zensurdebatte.
wenn Ihnen die antworten nicht passen sollten sich auch mal darueber nachdenken ob ihr ebenso uralter beitrag hier im richtigen forum ist oder nicht doch lieber in einem automobile infp portal besser aufgehoben ist.
obwohl sich ja hier die autofahrerlobby ziemlich stark aufspielt anstatt sich lieber ums niveau zu kuemmern.
hier hat ja jeder die moeglichkeit, auch wenn dieses sich des oefteren als nachteilig erweist, etwas zu sagen. mit themenabweichungen sollte man leben koennen zumal in diesem konkreten fall wir uns ja nun wirklich nicht in einem auto forum befinden.
ich finde siggis 'oekofundamentalistische' ansichten jedenfalls interessanter zu lesen als das was man Gunter von Saarwerden ueber unbequeme sitze erzaehlte.
und den zensurvorfall halte ich nicht fuer obskur sondern erschreckend

Der Korrektor hat geschrieben: Aus schierer Bosheit und um das Strangthema wenigstens zu streifen stelle ich Ihnen folgende Gegenfrage: Um was für ein Auto handelt es sich denn, welches Herr Belmondo am Anfang des Films klaut?
falsche adresse, das mein wissen ueber autos sich darauf beschraenkt das ich weiss das gerhard ein rotes hatte sagte ich schon. ansonsten weiss ich noch wie man ein taxi heranwinkt bzw. nutze als stadtbewohner oeffentliche verkehrsmittel.

zum auto im film ausser atem. die konkrete marke ist sicherlich nicht allzuwichtig, bzw. nur fuer autofixierte. obwohl die wahl sicherlich bewusst erfolgte und die merkmale modern, neu, schnell und abnehmbares faltdach konnotative aussagen vermitteln. teilnehmer im niveau forum denken sich dazu roland barthes abhandlung uber den den citroën ds zu finden in seinem werk Mythologies (1957) als fussnote.
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Beutelrobotier
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'Wie erstelle ich einen Querverweis zum Entenpolizei-Forum?'

Beitrag von Beutelrobotier »

Da jetzt seit ein paar Tagen glücklicherweise dieser Strang hier existiert, platzier ich die frohe Kunde mal gleich auch besser hier:

Der WDR brachte soeben eine Reportage über ein - heute? - durchgeführtes Wettrennen am Freilinger See bei Blankenheim, zwischen einem VW-Bus mit Originalmotor und einem Burton eines holländisch-niederländischen Ehepaars: der Mann hatte dem edlen 'Schwan' unter den Oldies einen Entenmotor verpasst.
Raten Sie einmal, wer das Rennen gewonnen hat?
Richtig, es war die Ente!
Im Burton.

Das VW-Büsschen hatte nach dem Rennen übrigens einen Motorschaden, muss erstmal in die Werkstatt anstelle nach Kölle.

Übrigens hatte der Burton auch Anlaufschwierigkeiten.
Wie sagte der Moderator sinngemäß so nett: Der Burton musste - wie es einer echten Ente eben gebürt - erstmal am Bürzel angeschoben werden.
Das dazu passende Bildmaterial, welches das Laufen bereits gelernt hat, wie ich mich ja soeben überzeugen konnte, ist bestimmt beim WDR-Archiv zu erfragen.
Das quacksalbernde Ehepaar soll schon längst zu Hause sein.

_______________

...macht sich aber hüpfend vor Hingebungsbereitschaft schonmal editierend auf den Weg, dazu hier vorab etwas Piktureskes zu finden...
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rue-tigre
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Kleinwagen Museum

Beitrag von rue-tigre »

Weils bei mir um die Ecke ist, und vielleicht geschlossen werden soll, mangels Zuwendungen,poste ich mal das Kleinwagenmuseum Störy hier.
Das gibt es Flops und Tops und auch jedes Jwhr ein internationales Kleinwagentreffen.
Dann zuckeln immer ganz niedliche und ulkige Automobiles durch Weichbild.

http://www.automuseum-stoery.de/
Das Automuseum Störy widmet sich der Wiedermotorisierung nach 1945 in Deutschland. Stundenlöhne um 1 Mark und Benzinpreise von 60 Pfennigen pro Liter...

Bild
Kleinschnittger "Spezial"
Baujahr 1954
Wer einmal in den Urgrund schaut
ist nachher nur noch halb so laut!
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Beutelrobotier
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butzton oldsmobile

Beitrag von Beutelrobotier »

Die Auflösung finden Sie übrigens bei der Entenpolizei.
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