Der Bär ist los - endlich!

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Beutelrobotier
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Der Bär ist los - endlich!

Beitrag von Beutelrobotier » Do Mai 25, 2006 1:24 am

Röhrenfallen, gute Hunde, Erfahrungen aus der Jaguarjagd in Venezuela und der Tigerjagd in Bengalen (es lebe das Glasrohr)...
Die Haftpflichtversicherung wird ihm gesponsort, und das Bären-Phantom der Oper (seit 1835 letztmalig, seit letzter Woche also erstmals wieder in natura im Original in Erscheinung, sehr unromantisch "Mr. X" genannt: hat er ein X-Chromosom zuviel?) erinnert mich sehr an einen Ende der 60er oder Anfang der 70er Jahre von der Kondensmilchmarke "Bärenmarke" (heute Nestlé?) promoteten Plastikburschen, der derzeit ohne das mancher es ahnte warnend, uns seinerzeit erfreulicherweise als Spielzeug in meines Bruders und meine Kinderhände geriet:

http://img400.imageshack.us/slideshow/p ... 145oo.smil

Der besagte Bärenmarke-Originalbär (die Firma ist unweit des Ortes, wo der erste Braunbär seit der ersten Hälfte des 19. Jhdts. des vorigen Jahrtausends auftauchte, ansässig) thront auf einem Nähkästchen, wenige Jahre nach Produktion des Bärenmarke-Merchandising-Braunbär-Artikels ins 70er Jahre-Design des vorigen Jahrhunderts/-tausends umlackiert worden. Delikaterweise sieht man rechts hinter ihm einen Rest der Originallackierung (Bauernmalerei, entstanden unweit des Sichtungsortes des besagten Braunbärs, bzw. wo der letzte davor abgeknallt wurde: Es handelte sich um ein Hochzeitsgeschenk meines Großvaters an meine Großmutter, aus der 1. Hälfte des besagten letzteren Jahrhunderts/-tausends).

Im Hintergrund sieht man übrigens nicht nur im Blitz- und Scheinwerferlicht leuchtende USB-Kabel: vielleicht hilft ja sowas bei der Tatzenmann- oder -frau-Suche.

Trotzdem frage ich mich: Woher wusste "Bärenmarke" das?!

Das gezeigte Objekt wurde übrigens mindestens bundesweit angeboten, und seinerzeit weit jenseits des Weißwurstäquators (in Plastik über einer besagten Dosenmilchbüchse eingeschweißt, in Englisch hieße es wohl: "gewrappt" - nicht: eingetuppert! Und das obwohl es sich im Zusammenhang mit Dosen dargebotener Werbeware handelt, na gut: Blechbüchsen, nur der Bär ist aus Plastik, und das Verpackungslaminiermaterial war es auch) erstanden.
(Interessenten bitte über PN oder im folgenden Strang Angebote stellen: diese sind ausdrücklich willkommen! - Aber nicht unbedingt für das Nähkästchen!)

Um umfassende Aufklärung und Bärenfindung bzw. -schonung sowie -unschädlichkeitskompetenz (das eine bedingt das andere, ansonsten...) ersucht das
Beutelrobotier

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Beitrag von Beutelrobotier » Do Mai 25, 2006 2:44 am

Aufgrund der Aktualität des Themas ("Wer hat Bilder vom 2006er-Bär?) und da besagtes Plastik-Ü-Ei-Vorläufermodell in Gestalt eines Bärenmarke-Braunbärs soeben versuchte, Plastikbärselbstmord zu begehen - oder einen zünftigen Stunt darzulegen - als ich ihn nach der vorigen Beitragsverfassung auf dem Computer triumphal hinstellen wollte - folgt nun noch einmal eine umfassende Werkstudentumsicht bzw. -ansicht:

http://img210.imageshack.us/slideshow/p ... 84vfv.smil

Der Plastikbär thront inzwischen übrigens - Ü-Ei-Figuren-gerecht und würdig - on top of the monitor: Ja! Ihm gehts wieder gut!

einstweilen erstmal davonhüpfend
Ihr
Beutelrobotier (grüßt ausdrücklich den Tanzbär Erwin)

--------------
Finden Sie nicht auch daß "Mr. X" dämlich klingt?
Erwin (Sie Marke...)! So heißt der Bär!

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Quodlibet
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Versuch auf JJ

Beitrag von Quodlibet » Di Jun 27, 2006 1:17 pm

Es hätte ein perfekter Sommer werden können, nach anfänglichen Tiefs zeigte sich die Sonne auch am Siebenschläfertag von ihrer strahlenden Seite, es ist Fußballweltmeisterschaft und alle gehen hin, und die Presse hatte für alle Fälle noch eine Geheimwaffe im Kampf gegen das Sommerloch.
Statt wie sonst üblich von in Baggerseen ausgesetzten Kaimanen, hinterhältigen Schnappschildkröten im Nichtschwimmerbecken oder gähnend langweiligen freihüpfenden Känguruhs berichten zu müssen, zeigte sich Anfang Mai erst in Österreich später aber - und das sollte sein Verderben werden - auch im Freistaat Bayern ein Bär.

Kein Kuscheltier sondern ein leibhaftiger wilder Petz mit Krallen und Zähnen; der erste seiner Art seit 170 Jahren.
Vergessen sind die soeben beschlossene größte Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik, Fußballerwaden und das marode Gesundheitssystem, das wissenschaftlich JJ1, im Volksmund jedoch Bruno (italienisch: der Braune) genannte Tier versteht es, wie weiland "Dagobert" Arno Funke, mediengerecht auf- und abzutauchen, ignoriert zwei extra aus den USA importierte Röhrenfallen (Die sind eigentlich für Schwarzbären; warum sollte ein Braunbär in sie tappen?), nascht hier an einem Schaf oder Huhn, bemundraubt dort einen Bienenstock und ist sonst recht kamerascheu.

Allein F.-J. Wagner (BILD) scheint das böse Ende zu ahnen und warnt das Tier:
Bild vom 23.05.2006 hat geschrieben: Lieber Braunbär,

du hast dich ins Gummibärchen-Land verirrt, wo es keine richtigen Wälder mehr gibt, sondern Ziersträucher und Pudel, die in der Bären-Hauptstadt Berlin zum Friseur Udo Walz gehen.

(...)

Es ist ein richtiger Bär. Lieber Bär, lauf schnell weg aus dem Gummibärchen-Land, wo nur die Schmusetiere überleben(...)
Leider kann der Bär nicht lesen und ignoriert diese nette Mahnung, doch bald taucht neues Ungemach in Gestalt des bayrischen Ministerpräsidenten auf, der wohl folgender Assoziationskette nachgegangen sein mochte: Bär - Berlin - pleite - Rütlischule - Problem!
In seiner unnachahmlichen Art versetzt Stoiber die Biologen in Staunen, in dem er Bären in Normal-, Schad- und Problembären® unterteilt. Und wie im Freistaat mit dahergelaufenen Problemen umgegangen wird, ist ja sattsam bekannt: entweder abschieben oder nicht lange fackeln - Artenschutz hin, Tierschutz her.

Doch noch ist ungewiß, ob es die deutsche Nationalmannschaft ins Viertelfinale schaffen wird und auch sind längst nicht alle unangenehmen Themen der Politik geklärt. Noch werden im Internet Wetten auf Brunos Überlebenschancen entgegengenommen, noch mit dem Betäubungsgewehr durch den Tann gefuchtelt.

Dem bayrischen Umweltminister wird ein Feigenblatt und JJ1 damit eine vierzehntägige Schonfrist gewährt, in der so allerlei Tricks versucht werden. Die Idee, ihn mittels weiblicher Reize zu ködern wird wieder verworfen, das Tier ist noch ein wilder Halbwüchsiger und interessiert sich somit nicht für Bärinnen und deren Bärchen*.

Mehr Aussicht auf Erfolg scheint da ein eigens engagiertes finnisches Bärenjägerteam nebst Hundemeute zu haben, diese haben mehrmals Kontakt zu Bruno, doch wie durch ein Wunder entwischt das Zotteltier immer wieder.
Böse Zungen behaupten im Nachhinein, die 30.000 Euro für die Finnen seien eine Prämie der Waidmänner gewesen, den Bären bis zum Exekutionstermin durch die Wälder zu scheuchen und sicherzustellen, daß das kapitale Wild nicht etwa im letzten Moment in die sicheren Drittstaaten Schweiz, Italien oder Frankreich entwischt.

Doch Brunos Schicksal ist unausweichlich; was keinem der hochengagierten Jäger in der 14-Tagesfrist auch nur ansatzweise gelang, einem bayrischem Grünrock glückte es nur 4 Stunden und 5 Minuten nach deren Ablauf; er erschoß JJ1 auf der Flucht; den Saupreiß, den bärischen.

P.S.:
Tirol Online, 27. Juni 2006 hat geschrieben:
Nach Tod von JJ1: Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen
Die Staatsanwaltschaft prüft, ob gegen Bayerns Umweltminister ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird. Nach dem Abschuss des Braunbären Bruno prüft die Staatsanwaltschaft München II, ob gegen Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.
Wollen wir wetten, daß dies ausgeht wie das Hornberger Schießen?

P.P.S.:
ORF Tirol, 27. Juni 2006 hat geschrieben: Das Leben von "JJ1" soll verfilmt werden
Braunbär "JJ1" könnte nach seinem Tod ein Filmstar werden. Eine bayerische Autorin und ein Regisseur entwickeln bereits seit Wochen ein Drehbuch für einen Spielfilm.
Hierzu fällt mir nichts mehr ein...

Bild

... und <a href="http://www.netzeitung.de/vermischtes/414298.html" target="_blank">hierzu</A> erst recht nicht

Meint Q.

*ich weiß; infantiles Scherzchen, aber ich konnt's mir nicht verkneifen
"Die Dynamik der Verbesserung lässt etwas nach" Frank-Jürgen Weise

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Ola Timofej

Beitrag von Quodlibet » Fr Okt 20, 2006 3:15 pm

Kaum hat sich der Aufruhr um den heimtückischen Mord am Problembären Bruno gelegt, wird die Welt von einem neuen tragischen Petzenschicksal erschüttert.

Zu betrauern ist Timofej, ein zotteliger Zeitgenosse, der, traut man der <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2006/10/20/627434.html" target="_blank">nationalen</A> und <a href="http://www.kommersant.com/p714552/Juan_ ... ated_bear/" target="_blank">internationalen</A> Presse, friedlich und zahm als Attraktion eines Erholungsheims irgendwo in den russischen Weiten lebte, auch wohl noch leben würde, wenn ihn nicht im August dieses Jahres das Schicksal in Form einer heimtückischen Kugel ereilt hätte.

Jetzt mögen Sie, werte Tierfreunde, anmerken: 'Warum nur diese Aufregung um diesen einen russischen Bären? Wenn in Väterchen Putins Reich erst einmal die Hatz eröffnet ist und die Flinten krachen, gibt es meist ganz andere Opfer zu beklagen, diese Meckerziege mit dem komischen Namen etwa.'

Dem entgegne ich, das mag wohl war sein, jedoch war der Schütze diesmal kein anonymer pulvergeiler Grünrock, sondern niemand geringeres als der spanische Monarch Juan Carlos I. und sein Vorgehen wenig waidmännisch:
Anstatt sich der krallenbewehrten, zähnefletschenden Bestie mit freiem Oberkörper und gezücktem Taschenmesser zu stellen, wurde der arme Timofei mit Honig und Wodka betrunken gemacht, damit der mordlüsterne König leichtes Spiel hatte.

Dabei hätte es Juan Carlos Alfonso Víctor María de Borbón y Borbón-Dos Sicilias (unklar bleibt den Berichten zufolge, wer von denen nun abgedrückt hat, aber einer muß es gewesen sein*) statt Schmähungen zu Weltruhm und dem Titel König der Herzen bringen können wie weiland sein demokratisch gewählter Kollege und US-Präsident Th. Roosevelt.
Dieser lehnte nach tagelanger, erfolgloser Bärenhatz die Exekution eines viel zu mageren und obendrein an einen Baum gefesselten Petzes ab. Ein „zufällig“ anwesender Zeichner der Washington Post hielt das Geschehen für die Öffentlichkeit fest und verhalf Roosevelt damit zu seinem Spitznamen Teddy und der Firma Steiff zu ihrem Welterfolg.

Natürlich hat der Pressesprecher des spanische Königshauses die schändliche Tat sofort dementiert und als absurde Behauptung zurückgewiesen. Erklären konnte aber auch er nicht, wie diese neuen Kuschelpantoffel ins königliche Schlafzimmer gelangen konnten.

<img src="http://img225.imageshack.us/img225/7756 ... zensb8.gif">

*Siehe * vorhergehender Artikel
"Die Dynamik der Verbesserung lässt etwas nach" Frank-Jürgen Weise

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Axel G.
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Mutter Kind-Dramen auch bei Tieren!

Beitrag von Axel G. » Di Jan 08, 2008 6:15 pm

Natur verquer; wo früher dem Menschen noch tierische Verhaltensweisen nachgesagt wurden, scheint es nun gerade andersherum zu laufen:

Nürnberg-Zoo: Weil der Eisbärenmutter Vilma E., kein Elterngeld bewilligt wurde fraß sie kurzerhand ihre beiden Kinder auf! BRISANT: das Jugendamt wußte im Vorfeld bereits Bescheid, dass Vilma E. ihre KInder nicht für den Kindergarten angemeldet hatte! Warum handelten die Verantwortlichen nicht?

Kurz danach der zweite Skandal; Nachbarin Eva E. sah sich ebenfalls nicht in der Lage ihr Kind zu erziehen! Ein Leben im Heim ist das was dem Jungen nun droht!

Bild
Die Reste in den Kühlschrank, Vilma E. auf frischer Tat ertappt!
"Diese Zustände werden wir nicht weiter hinnehmen - gegen diesen Haufen kann man sich ja kaum mehr auf der Straße blicken lassen!"

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alfredruby
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Re: Der Bär ist los - endlich!

Beitrag von alfredruby » Di Jan 08, 2008 8:58 pm

.
also das war doch eindeutig so eine Art BaEhrenmord.

O.K., der tut weh.
Ich entschuldige mich.

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Henriette Schpemming
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Familie kauft Babyhund und merkt nicht, dass es ein Bär ist

Beitrag von Henriette Schpemming » Di Mai 22, 2018 9:59 am

Familie kauft Babyhund und merkt zwei Jahre lang nicht, dass es ein Bär ist
Und beides kann man auch mal verwechseln
- so ist es zumindest einer Familie aus China passiert

Su Yun machte Urlaub und sah ein vermeintliches Welpen am Straßenrand.
Sie verliebte sich in das Tier und kaufte es sofort.
Der Händler meinte es sei eine tibetanische Dogge, sagt Su heute chinesischen Medien
Su nannte das Tier "Little Black" und kam ins Grübeln, als die Dogge nicht mehr so "little" blieb. Der Hund wog irgendwann 110 Kilogramm und konnte auf seinen beiden Hinterbeinen stehen. Außerdem verdrückte er sehr viel Essen: "Eine Schale mit Früchten und zwei Eimer Nudeln täglich"
Su Yun bekam es mit der Angst zu tun:
"Je mehr er wuchs, desto mehr sah er wie ein Bär aus. Und ich habe ein bisschen Angst vor Bären."
(Su Yun)

Da die Haltung von Wildtieren in China verboten ist, rief Su Yun schließlich die Polizei.
Die kamen und sahen einen Schwarzbären.
Die Beamten waren direkt so eingeschüchtert, dass sie den Bären betäubten und abtransportierten.
Nun lebt er im Yunnan Wildlife Rescue Center. Aufgepäppelt werden muss er laut der Tierschützer jedoch nicht - die Familie Yun habe sich so gut um ihr Haustier gekümmert, dass der Bär gesund sei.
Aus der Jugendzeitschrift Bento

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