Film > Buch
Moderator: hessen-wohin
Film > Buch
Ich brauch mal 'n paar Beispiele, falls ich mich mal wieder vergaloppier' und behaupte, dass nicht alle Bücher besser seien als die Filme, zu welchen man sie verwurstet hat.
Z. B. Forrest Gump.
Weiß jemand noch mehr? Na?
Z. B. Forrest Gump.
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Befindet sich unter den Anwesenden vielleicht auch ein evtl. bis zum Gehtnichtmehr promovierter Anglistiker od. vgl. Literaturwissenschaftler, der mir darstellen kann, in wieweit "Brazil" eine Verfilmung von "1984" ist? Das steht nämlich so in Kindlers Neuem Literaturlexikon. Meines Erachtens, ist die Ironie in Brazil zweiten, wenn nicht gar dritten Grades, und drum das Buch auch hier dem Film überlegen.
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- jugend-musiziert
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Je nun. Wenn die Kindlers Recht behielten und "Brazil" als Verfilmung von 1984 betrachtet würde, dann müsste "Jabberwocky" gleichsam als Verfilmung von "Through the Looking-Glass" gelten, nicht wahr? Mit anderen Worten: Ich würde eher die Ausgangsthese verwerfen.
Und doch erweist sich der Herr Gilliam vielleicht als ergiebig für diesen Strang, denn "Fear and Loathing in Las Vegas" ist evtl. genauso gut wie das Buch, finden Sie nicht?
[Übrigens werde ich in den nächsten freien Minuten, d.h. übernächstes Wochenende oder so, wg. dieses Strangs mal ein Filmlexikon wälzen. Es muss doch viel mehr Beispiele geben! Allein, auch mir mögen keine einfallen.]
Grüße,
jm
Und doch erweist sich der Herr Gilliam vielleicht als ergiebig für diesen Strang, denn "Fear and Loathing in Las Vegas" ist evtl. genauso gut wie das Buch, finden Sie nicht?
[Übrigens werde ich in den nächsten freien Minuten, d.h. übernächstes Wochenende oder so, wg. dieses Strangs mal ein Filmlexikon wälzen. Es muss doch viel mehr Beispiele geben! Allein, auch mir mögen keine einfallen.]
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jm
- The Mars Volta
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Wenn es genausogut wäre, dann natürlich nicht, weil die Umsetzung exakt 1:1 geglückt wäre, sondern weil die bildsprachlichen und musikalischen Elemente im Film (den ich halbwegs kenne) die eventuellen essayistischen und innendramatischen im Buch (das ich gar nicht kenne) aufwiegen.Und doch erweist sich der Herr Gilliam vielleicht als ergiebig für diesen Strang, denn "Fear and Loathing in Las Vegas" ist evtl. genauso gut wie das Buch, finden Sie nicht?
Hier habe ich wohl dasselbe Problem wie sonst auch immer: Entweder ich kenne das Buch nicht (wie bei "Twelve Monkeys", das könnte noch so ein Fall sein) oder den Film (z. B: "Also sprach Zarathustra" - hat sich da mal vielleicht so ein lässiger französischer Existenzialist an die Verfilmung gewagt? - Die Umsetzung in Musik (R. Strauss) ist ja an sich ein weitaus beknackteres Projekt).
So was hab ich nicht mal. Welches ist denn das alleingültige Filmlexikon?[Übrigens werde ich in den nächsten freien Minuten, d.h. übernächstes Wochenende oder so, wg. dieses Strangs mal ein Filmlexikon wälzen. Es muss doch viel mehr Beispiele geben! Allein, auch mir mögen keine einfallen.]
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- The Mars Volta
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"Apocalypse Now" halte ich für deutlich besser als "In the Heart of Darkness", was sicherlich auch auf den Drogenkonsum aller Beteiligten als Steigerung des Irrsinns der Szenerie zurückzuführen ist und die brilliante Optik/ Musik, die das Buch bei weitem nicht so vermitteln konnte. Gleiches gilt auch für "Der Pate", wenn man schon bei Coppola ist.
Es genügt nicht, sich keine Gedanken zu machen, man muss auch unfähig sein, diese auszudrücken.
"Metropolis". Aber ich glaube das güldet nicht. Immerhin hat Fritz Langs Olle das Buch ja nur zu dem Zweck geschrieben, dass ihr Manne es verfilme.
Als kein Lexikon im eigentlichen Sinn, sondern ein exzellentes Werk über Filmgeschichte und -zusammenhänge sei Ihnen David Bordwells "History of Film" ans Herz gelegt. So weit ich weiß, gibt es das allerdings nur in der englischen Originalsprache.
verkatert
Als kein Lexikon im eigentlichen Sinn, sondern ein exzellentes Werk über Filmgeschichte und -zusammenhänge sei Ihnen David Bordwells "History of Film" ans Herz gelegt. So weit ich weiß, gibt es das allerdings nur in der englischen Originalsprache.
verkatert
Dürer? Hab ich nie gelesen.
- jugend-musiziert
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- Registriert: 31. Mär 2003, 21:32
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David Bordwells Bücher (zusammen, nicht zu vergessen, mit Kristin Thompson geschrieben) sind in der Tat ziemlich gut. Wer einen Überblick einer gelungenen Auswahl von Filmen sucht, liegt damit sicher richtig, zumal alles, was an Interpretationshandwerk im filmwissenschaftlichen Bereich wichtig ist, mit den nötigen und so oft vernachlässigten Bildbeispielen aus recht bekannten Filmen erklärt wird und für Freunde des geschriebenen Worts trotzdem unter jedem Kapitel eine Endlosliste der wichtigen Literatur folgt.
Ansonsten nutze ich, wenn ich das Netz mal außen vor lasse, eine sehr alte, dafür billige Fassung vom "Lexikon des internationalen Films". Zwar allzu knapp, häufig outdated und manchmal einfach falsch - man lese z.B. mal den Essay über "Blut- und Ekelfilme", auf den ich bereits im GB hinwies -, dafür aber oft komisch (unfreiwillig) und griffbereit auf meinem Schrank sich befindend.
Es gibt jedoch von Metzler sogar ein "Lexikon der Literaturverfilmungen", um das ich schon seit Wochen im modernen Antiquariat schleiche. Allerdings nur, um in diesem Strang zu brillieren, denn ansonsten kann ich mit einer reinen Literaturverfilmungsschwarte nicht viel anfangen. Sollte ich aber plötzlich zu reichlich Geld kommen oder mich der Teufel reiten, dann lasse ich es Sie wissen.
Wäre ich jetzt nicht sehr angetrunken, würde ich vielleicht tatsächlich noch darüber schreiben, inwiefern "Fear and Loathing in Las Vegas" als Film Hunter S. Thompsons elliptischen Drogenroman und seine Idee vom Gonzo-Journalismus in eine angemessene filmische Erzählweise übersetzt. Andererseits wäre ich vielleicht nicht einmal nüchtern in der Lage dazu. Dann wiederum würde der Film ja trotzdem nicht in diesen Strang passen, denn Film = Buch erfüllt ja nicht die Voraussetzung, dass aus einem schwächeren Buch ein besserer Film würde. Oder habe ich Sie da missverstanden, Tscheki?
Gruß zur Nacht,
jm
Ansonsten nutze ich, wenn ich das Netz mal außen vor lasse, eine sehr alte, dafür billige Fassung vom "Lexikon des internationalen Films". Zwar allzu knapp, häufig outdated und manchmal einfach falsch - man lese z.B. mal den Essay über "Blut- und Ekelfilme", auf den ich bereits im GB hinwies -, dafür aber oft komisch (unfreiwillig) und griffbereit auf meinem Schrank sich befindend.
Es gibt jedoch von Metzler sogar ein "Lexikon der Literaturverfilmungen", um das ich schon seit Wochen im modernen Antiquariat schleiche. Allerdings nur, um in diesem Strang zu brillieren, denn ansonsten kann ich mit einer reinen Literaturverfilmungsschwarte nicht viel anfangen. Sollte ich aber plötzlich zu reichlich Geld kommen oder mich der Teufel reiten, dann lasse ich es Sie wissen.
Wäre ich jetzt nicht sehr angetrunken, würde ich vielleicht tatsächlich noch darüber schreiben, inwiefern "Fear and Loathing in Las Vegas" als Film Hunter S. Thompsons elliptischen Drogenroman und seine Idee vom Gonzo-Journalismus in eine angemessene filmische Erzählweise übersetzt. Andererseits wäre ich vielleicht nicht einmal nüchtern in der Lage dazu. Dann wiederum würde der Film ja trotzdem nicht in diesen Strang passen, denn Film = Buch erfüllt ja nicht die Voraussetzung, dass aus einem schwächeren Buch ein besserer Film würde. Oder habe ich Sie da missverstanden, Tscheki?
Gruß zur Nacht,
jm
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Der Tscheki
Sodele, jetzt hab ich mir erstmal "Fear and Loathing in Las Vegas" auf angemessen großer Leinwand ("3001", Hamburg) gegeben - musste auch lange genug warten, bis das endlich möglich war. Trotz wachestem Verstand habe ich natürlich nicht alles mitgekriegt.
Meine Begleitung meinte ja, das wäre eher eine Art Dokumentation, aber der permanent-kicher-Unerhaltungswert ist natürlich auch immens, allein, wenn er schon mit der abgebrochenen Zigarette (weiß jemand, woher ich so ne Acryl-Ziggispitze herkrieg?!) an die Rezeption dödelt, oder wenn später im Film der Tramper oder die Streisand-Malerin wieder auftauchen, köstlich - aber zum Thema! Wie die ulkigen Verzerrungseffekt z. B. im Buch gleichwertig dargestellt sein sollten, ist mir ja nicht ganz klar, überhaupt scheint mir betreffs der Buntheit der Scheinwelt LV das Buch einfach nur als solches, das seine Lebzeit einer Verfilmung harrt, die Geschichte kommt erst in Filmform zu voller Geltung.
Ansonsten müsste im Buch schon so halbjournalistisch-schnodderig wie in "Reise ans Ende der Nacht" berichtet werden.
eben habe ich beim mitternächtlichen rumkucken - in der imdb natürlich - noch einen Titel gefunden:
http://www.imdb.com/title/tt0044079/
scheint also eher vom kult-faktor des regischörs abzuhängen als von der tatsächlichen Qualität des Buchs, ob das Buch nicht doch besser wird.
Meine Begleitung meinte ja, das wäre eher eine Art Dokumentation, aber der permanent-kicher-Unerhaltungswert ist natürlich auch immens, allein, wenn er schon mit der abgebrochenen Zigarette (weiß jemand, woher ich so ne Acryl-Ziggispitze herkrieg?!) an die Rezeption dödelt, oder wenn später im Film der Tramper oder die Streisand-Malerin wieder auftauchen, köstlich - aber zum Thema! Wie die ulkigen Verzerrungseffekt z. B. im Buch gleichwertig dargestellt sein sollten, ist mir ja nicht ganz klar, überhaupt scheint mir betreffs der Buntheit der Scheinwelt LV das Buch einfach nur als solches, das seine Lebzeit einer Verfilmung harrt, die Geschichte kommt erst in Filmform zu voller Geltung.
Ansonsten müsste im Buch schon so halbjournalistisch-schnodderig wie in "Reise ans Ende der Nacht" berichtet werden.
eben habe ich beim mitternächtlichen rumkucken - in der imdb natürlich - noch einen Titel gefunden:
http://www.imdb.com/title/tt0044079/
scheint also eher vom kult-faktor des regischörs abzuhängen als von der tatsächlichen Qualität des Buchs, ob das Buch nicht doch besser wird.