Missglückte Romananfänge, -enden, -mittelstücke usw.

Hauptforum - die Lobby eben.
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ruffel
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Registriert: 11. Feb 2003, 17:20

Beitrag von ruffel »

Ich mochte Jörg Feger nicht. Schon als er am Morgen zuvor in mein Büro gehuscht kam, sträubte sich mein Magen gegen ihn, wie sich sonst womöglich nur zarte Nasenschleimhäute gegen eine Drahtbürstenbehandlung mit Domestos sträuben würden. Betont geheimnisvoll verlangte er, mich unter vier Augen zu sprechen. Dabei sah er aus wie ein Goldhamsterbaby, das "Stinkendes Frettchen" spielte. Ich machte ihn darauf aufmerksam, daß wir völlig allein im Büro waren, und daß ich mir so einen Luxus wie Sekretärinnen oder geheime Abhöranlagen sowieso nicht leisten konnte. Sein Blick zuckte hinter glasbausteindicken Brillengläsern so mißtrauisch durch das Zimmer, wie nur der Blick eines Goldhamsterbabys das "Stinkendes Frettchen" spielt, mißtrauisch hinter glasbausteindicken Brillengläsern zucken kann. Mit einer Geste, von der ich gehofft hatte, der Besucher würde sie als ein "Bitte setzten sie sich" verstehen, deutete ich auf den Stuhl vor meinem Schreibtisch. Doch mein Gast entgegnete mir: "Danke, ich stehe lieber."

Ich betrachtete ein Weilchen, wie er mich haßerfüllt anstierte, und mit seiner blassen Zunge immer wieder über die nassen roten Lippen fuhr. Als ich nicht mehr erwartete, daß er das Gespräch eröffnen würde, fragte ich:
"Was führt sie zu mir?"
"Was kosten sie", fragte er zurück und seine Hände verkrampften sich ineinander.
"Worum geht es?"
Er lachte mit einstudierter Überheblichkeit, und warf dabei seinen Kopf ein bißchen zu überschwänglich in den Nacken. Als er sich wieder beruhigt hatte, nahm sein Gesicht die normale, steinerweichende Form an. Er beäugte mich lange.
"Worum geht es hier eigentlich?" wiederholte ich.
Er setzte sich endlich, und neigte sich etwas zu vertraulich über meinen Schreibtisch zu mir. Er versuchte, mich verschworen anzusehen. "Ganz heiße Sache", flüsterte er, "Sehr brisant." Er lehnte sich jovial zurück und wartete meine Reaktion ab. Ich neigte mich etwas zu ihm, und flüsterte verschworen: "Um des Himmels Willen, worum mag es denn da nur gehen?" Er neigte sich zu mir, und unsere vier Augen trafen sich über der Schreibunterlage.
"Was kosten sie", fragte er.
"Fünftausend am Tag, plus Spesen."
"Das ist zu teuer", sagte er und wandte sich zum Gehen.
Ich hielt ihn nicht auf. Reisende soll man niemals aufhalten, denn sonst passiert ein Unglück, dessen man noch Generationen später gedenkt.
Er hatte noch nicht mal die Bürotür erreicht, als er auch schon wieder zurück kam. "Okay, ich nehme sie." sagte er, und stützte sich mit beiden Händen an meinem Schreibtisch ab.
"Ich glaube aber nicht, daß ich Sie nehmen werde, solange Sie mir nicht sagen, worum es geht." erwiderte ich.
Jörg Feger setzte sich wieder auf meinen Stuhl. Er gab die Souveränität selbst. Ich hatte den Eindruck, als hätten wir eine Verhandlungsbasis gefunden, und bot ihm einen Drink an. Jörg Feger sprang auf, wie von der Tarantel gestochen, und schrie mich an: "Ich habe Neurodermitis!!! Und ich vertrage keinen Alkohol!"
Ich servierte ihm ein Coke.
"Ich beginne, Ihnen zu vertrauen", beeilte er sich zu sagen, bevor ich mich einem interessanteren Fall zuwenden konnte. "Und ich bin bereit, Sie zu bezahlen. Ich schreibe gerade ein Buch über Münster, denn ich möchte Schriftsteller werden. Alles, was ich dazu brauche, sind Beweise dafür, daß die einzige interessante Person in dieser Stadt Dreck am Stecken hat."
"Warum sollte ich Dreck am Stecken haben", fragte ich ihn verwundert.
Er dämpfte seine Stimme, "Ich rede von dem Anderen. Ich rede von Hans-Adolf Meier!"
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tachauch

werter ryan,

Beitrag von tachauch »

"Ich kann ja nichts dafür, wenn mir Gegenstände auf die Tastatur fallen und dadurch eine Antwort in diesem Thread erstellt wird mit dem bekannten Inhalt... schnüff, insichhineinschluchz"

ich will ihnen ja nicht zu nahe treten, aber war das vielleicht ihr Kopf, infolge gar akuten Schlafmangels?
Head Shot!

Beitrag von Head Shot! »

Jemand musste Luis Österreicher getötet haben, denn er war sich plötzlich keines materiellen Leibes mehr bewusst. Am Ende des Tunnels wartete das Licht. Oder war das nur Netzhautrauschen? Aber ohne Netzhaut, wie will dieselbe dann sehen, geschweige denn rauschen? 'Das muss ein Traum sein', sagte er sich.
Nein, es musste halb zehn sein, denn dann erschien um diese Jahreszeit die Sonne am Rande des Dachfensters über Luis' Bett. Anni musste schon aufgestanden sein, so Schwang er sich über die Kante und sprang in seine sibirischen Tigerpuschen, streifte sich Hemd und Hosen über und ging ins weitläufige Bad, sich kurz Wasser an die Wangen zu werfen und sich die nackenlangen grauen Haare zurückzustreichen. Unten am Gartenzaun fiel ihm eine schwarz-weiß-gemusterte Katze auf, die jeden Tag dort vorbeikam. Nachdem Luis noch schnell einen Flacon-Verschluss aufgehoben hatte, den seine Frau wohl am Abend zuvor auf den Teppich fallengelassen hatte, ging er hinüber ins Wohnzimmer, wo auch nur noch die letzten Ausgaben der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung noch ein letztes Mal durchgesehen werden mussten, bevor man sie guten Gewissens wegwerfen konnte.
Nein, das ist sogar gar nicht so schlecht.
Er goß sich Orangensaft ein und holte die Post, darunter, wie zu erwarten, die Sonntagszeitung und zwei äußerlich identische Brief von der Bank.

STOPP! Es ist zwar wohl gut beobachtet, dass Banken gerne zwei Briefe gleichzeitig schicken, weil der Aufwand, sie manuell auf rationales Zustellen zu überwachen, unwirtschaftlich wäre, aber am Sonntag können sie ja nicht kommen! Also Obacht! Noch in vielen Werken der Weltliteratur findet man solche Lapsi!
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Mesomere Grenzstrukturen
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Ein Thriller

Beitrag von Mesomere Grenzstrukturen »

Ein leichter Wind wühlte den Staub des Bodens auf, die Sonne schien brennend hinab. Ein Dornenbusch kugelte vorbei. klick klack klick klack klack das holz knarrte unter den Füßen von Urbsi die gerade aus dem Waffenladen kam. klick klack klick klack. Urbsi blieb stehen und Blickte sich um. Die Fasaden der Holzhäuser von ff.de-city war schon morsch und alt Und die blaue farbe des saloons gegenüber schon längst verblichen. Lautes lachen, .zusammenstoßende Bierkrüge, und ab und zu das stampfende Geräusch von schritten waren aus dem Saloon zu hören. Urbsi zog sich den Hut tiefer ins Gesicht und ging langsam zu ihrem Pferd. Sie wollte nicht allzuviel aufmerksamkeit erregen. Sie hatte schon die Zügeln in der Hand und den linken Fuß im Steigbügel als hinter ihr eine Stimme zu hören war. "Halt"....Urbsi hielt kurz inne. Ihr Herz pochte stärker. Sie schwang sich auf ihr Pferd "warte....WArte"....er legte einen laufschritt ein und erreichte Urbsi kurz bevor sie losreiten wollte. "Was gibts" fragte sie angewiedert wärend sie ihren Hut noch tiefer ins
Gesicht zog...sie vermutete das schlimmste und dachte sie wäre nun fällig "sie haben das hier vergessen." Er drückte ihr einen Beutel in den Hand mit einem jugendlichen lächeln. Es war der gleiche junge Mann der ihr die Waffen verkauft hatte, er dürfte erst 14 gewesen sein. Viel zu jung um schon mit sensiblen Waffen umzugehen, doch seis drum sie hatte Glück. Er war noch naiv...und er glaubte jedes einzelne Wort eines fremden.
Urbsi lächlte ihm zu und warf ihm ein paar Münzen zu "Darum kannst du dir nen Lolli kaufen". Er bedankte sich mit seinem Zahnspangen-lächeln. Dann ritt sie aus der Stadt.
Die Sonne ging schon unter den Bergen unter, als sie endlich New-west-Gazonga erreichte.
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Malimarc
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Beitrag von Malimarc »

Head Shot! hat geschrieben:Er goß sich Orangensaft ein und holte die Post, darunter, wie zu erwarten, die Sonntagszeitung und zwei äußerlich identische Brief von der Bank,
die schon seit mehreren Tagen unbemerkt im Briefkasten herumlagen.

Na bitte. Geht doch.
entschuldigung

Beitrag von entschuldigung »

was sind schon roman anfänge ohne drogen und alkohol, nichts.
aber mann schreibt doch sowieso nur um wahrgenommen zu werden .
aber ist das alles worum es sich dreht,was zählt,mein gott selbst humor kann einem am arsch ab gehen slbst diese foren zum selbst verwirklichen können
einem auf den sack gehen, ihr forum war eines meiner arbeits Aufträge für meine behörde, wenn ich lese wie sehr die qualität in ihrem forum nachgelassen hat kann ich nur darüber nachdenken wie sehr einem dieser ganze sick auf die nerven gehen kann .
justine
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Beitrag von justine »

Was? Irgendwie habe ich Probleme zu lesen was Sie da geschrieben haben.

Aber ich freue mich auch, dass Sie hier sind.
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ruffel
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Beitrag von ruffel »

Das Unfaßbare, von dem mir eine gute, und deshalb glaubwürdige, Freundin berichtete, ereignete sich an einem dieser schwülen Augusttage. Christiane, so heißt diese Freundin, bewohnte damals noch eine kleine Mansarde direkt unter dem Dach, und obwohl sie ihre beiden Fenster im Wohnraum und im Badezimmer weit aufgerissen hatte, regte sich kein Lufthauch, der die drückende Hitze hätte erträglicher machen können. Christiane saß an ihrem Schreibtisch und büffelte für ihre bevorstehende Prüfung zur Beleuchtungsmeisterin. Ihre Füße steckten in einem Eimer mit Eiswasser.
"Es ist ganz merkwürdig", erzählte sie mir neulich bei einem Glas Rotwein, "Ich erinnere mich noch ganz deutlich an jedes kleinste Detail, als wäre es erst gestern gewesen. Meine Füße hatte ich in einen großen Eimer mit Eiswasser gesteckt, und ich trank Eistee mit - jetzt laß mich nicht lügen - Pfirsich-, oder Zitronengeschmack. Doch ganz sicher mit Zitronengeschmack!"
Mit diesen Worten verfiel sie in ein monströses, ja beinahe schon unnatürliches Gelächter. Immer wieder schnappte sie unter krankhaften Zuckungen nach Luft, und nur mit Mühe gelang es mir, den Rest ihrer unglaublichen Erlebnisse aus den unzusammenhängenden Berichtsbrocken, die sie noch zustande brachte, zu rekonstruieren.
Es muß gegen drei Uhr am Nachmittag gewesen sein, als es plötzlich sturmläutete. Christiane versuchte zunächst, das Läuten zu ignorieren. Nicht so sehr, weil sie lernen mußte, sondern vielmehr, weil es bei ihr so unaufgeräumt war, daß sie lieber niemanden hereinlassen wollte. Und da sie außer mir sowieso keine Freunde hat, wir aber zu dem Zeitpunkt zerstritten waren, erschien es ihr unwichtig, auf das immer stürmischer werdende Läuten zu reagieren.
"Bis ich es nicht mehr ausgehalten habe! Es hat über eine halbe Stunde geklingelt, da bin ich einfach neugierig geworden und habe aufgedrückt. Ein Getrappel und Gegackse im Hausflur, ich dachte, da kommt ein ganzer Kindergarten hochgerast! Ich dachte sonstwas, dabei war es nur der kleine Mann."
An dieser Stelle mischte sich ein kleiner Ausdruck von Wehmut in Christianes lachverzerrtes Gesicht, der sich aber schnell in einem sanften Lächeln auflöste.
"Er kam rein, völlig verhetzt. Er war nur so ungefähr einmeterfünfunddreißig groß und trug weißes Hemd, grauen Anzug, Schlips und Weste. Bei der Hitze! Und er schwitzte entsetztlich."
Der kleine Mann war um die vierzig Jahre alt und hatte einen großen Aktenkoffer bei sich. Schweißüberströmt ließ er sich auf Christianes Sofa fallen und seufzte erleichtert: "Geschafft! Hier finden die mich nie!" Christiane, die gute Seele, wußte nichts praktischeres zu tun , als dem kleinen Mann ihren Eimer mit Eiswasser vor die Füße zu stellen. Der kleine Mann dankte mit einem Nicken und steckte seine Füße mitsamt den schwarzen Lackschuhen und den weißen Strümpfen hinein. "Ahhhh, was für eine Wohltat", muß er wohl gesagt haben, wenn man Christiane Glauben schenken darf. Dann fragte er Christiane, ob er ihr vertrauen könne. Christiane antwortete mit einem Nicken. Der kleine Mann blickte ein paar mal nervös um sich und öffnete seinen Aktenkoffer. Christiane riskierte einen Blick hinein und erstarrte...
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nikki luhmann
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Beitrag von nikki luhmann »

Die staatliche Hebamme der dänischen Entzugsklinik Örestrol, Brigitte Akerlund, hatte Ronse Rattenung bereits acht Stunden vor dessen schwerer Geburt eine schwere Kindheit prophezeit. „Oh, mein Gott“, hatte die heillos überforderte Geburtshelferin immer wieder in die tauben Ohren der von Wehkrämpfen geschüttelten Ex-Edelhure, Nina Rattenung, geschrieen, „dieses Kind wird ein Monster.“

Die Prophezeiung schien sich vier Jahre später zu bewahrheiten, als Ronse den allseits beliebten Dorfpfarrer Rasmus Kalderson während dessen sonntäglichen Hasstirade auf Polygamie und Trunksucht vor den Augen von 59 Gemeindemitgliedern von der Kanzel stürzte. Zuvor war der pausbäckige, weißblonde Knirps der Dorfgemeinschaft lediglich durch kleinere Diebstähle und Tierquälereien unangenehm aufgefallen. Je schneller nun jedoch das Blut aus der fußballgroßen Kopfwunde des Gottesmanns quoll und die cremefarbenen Kacheln der Ingolm-Olufson-Kirche dunkelrot färbte, desto eindringlicher formulierte sich der kollektive Wunsch der Kirchengemeinde den Jungen endlich wieder dahin zu schicken, wo er hergekommen war: In die Hölle….
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Belle Tristik
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Beitrag von Belle Tristik »

Unverlangt eingesandte Manuskripte sind eine unerschöpfliche Quelle schieren Vergnügens. Indiskretionen machten es mir kürzlich möglich, einen flüchtigen Blick zu erhaschen, und meine Begeisterung möchte ich gerne -ebenso indiskret- mit Ihnen teilen. Sagen Sie es bitte nicht weiter.

"Beim Aufbau der Fantasie Geschichte", schreibt der aufstrebende Autor, "habe ich mir ein wenig die Geschichten des Dean Koontz vor Augen gehalten und dem noch einen Spritzer Erotik zugeführt. Da ich selber seine Geschichten fesselnd finde, mir persönlich aber immer dieser Schuss Erotik in seinen Geschichten fehlt, habe ich mir diese Freiheit herausgenommen und meinen Fantasien freien Lauf gelassen."

Und so liest sich die Synopsis des Romans:
Clive erwacht aus dem Alptraum, der ihn schon so oft hat wach werden und an sich selber hat zweifeln lassen. Auf dem Weg zur Arbeit, scheint alles normal, der kleine Umweg zu seinem Kumpel Giovanni, der Inhaber des Pretty New's, ein Szene-Lokal für Singel's, weicht genauso wenig von seinem Tagesablauf ab, als sein restlicher Arbeitstag.

Doch die Dunkelheit naht und damit Clive's immer wiederkehrender Alptraum, der sich nach und nach auch im Hellen, am Tage scheint fortzusetzen.

Leidet Clive wirklich unter der Verfolgung eines immer wiederkehrenden Alptraum's? Sind es langsam sogar Wahnvorstellungen oder verbirgt sich dahinter ein schreckliches Geheimnis, dass aus ihm eine blutsaugende Kreatur macht, die die Frauenwelt in Angst und Schrecken versetzt und die Kölner und Düsseldorfer Kriminalpolizei zwingt zusammen zu arbeiten?
Leider empfiehlt mir meine Rechtsabteilung, Ihnen nicht den ganzen Roman abzutippen, deswegen entgehen Ihnen Sätze wie "Er schwang seinen muskulösen Körper aus dem Bett, stieg unter die Dusche und hatte sein traumatisches Erlebnis schon wieder vergessen, fast." Von der spritzenden Erotik ganz zu schweigen! Aber gewiss können Sie das Werk demnächst bei Hugendubel erstehen. Ich wünsche Ihnen schon jetzt viel Vergnügen.

Herzlich,

die Belle
"Verlage brauchen ihre Produkte nicht mehr als Kunst auszugeben. Die Wahrheit, daß sie nichts sind als Geschäft, verwenden sie als Ideologie, die den Schund legitimieren soll, den sie vorsätzlich herstellen." (E. Herman)
justine
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Beitrag von justine »

super, das gehört ja schon fast in die Abteilung Apostroph'e.
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Erdgeruch
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Beitrag von Erdgeruch »

Der letzte Tag ist nahe. So wand sich mein Weg durch die Straßen dieser Welt. Da verfinsterte sich der Himmel. Der Tag wart vorher mit Sonne gesegnet, doch sie wurde schwarz und schwere Wolken zogen herrauf. Die Menschen erschraken und wunderten sich. So blieb es eine volle Stunde, bis der Himmel über mir aufbrach und ein helles Licht auf meinen Kopf fiel. Dann erklang ein Stimme, göttlich und tief:
"Hallo, hallo, eins, zwei, eins, zwei; ist das Ding überhaupt schon an?" dröhnte es aus der Wolkendecke. Gott sprach zu mir und meine Augen waren geblendet. "Oh, Mist, war doch schon an; ähhhh; Sorry! Also dann wollen wir mal Anfangen: Fürchte Dich nicht, denn Dir wird heute... Ach was solls, ich wollte sowieso nur mal die neue Anlage ausprobieren. Mach weiter wie vorher!"
So sprach die Stimme und verstummte. Der Himmel schloss sich nur um sich wieder zu klären. Als wäre nichts geschehen zogen alle ihrer Wege. Auch Götter haben manchmal Probleme mit der neuen Technik...
Es genügt nicht, sich keine Gedanken zu machen, man muss auch unfähig sein, diese auszudrücken.
Laizitaet

Beitrag von Laizitaet »

"Grob warf Peter Ingrid auf den Teppichboden. Lust! Lust! Lust! schrien seine Negeraugen..."
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herr mattes
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Beitrag von herr mattes »

Laizitaet hat geschrieben:"Grob warf Peter Ingrid auf den Teppichboden. Lust! Lust! Lust! schrien seine Negeraugen..."
Das klingt doch sehr geglückt!
Signatur de France
Laizität feat. Lisa

Beitrag von Laizität feat. Lisa »

Hallo Leute! Astrein missglückt ist auch mein Roman, den ihr auf meiner Website `bestaunen`könnt:

http://www.beepworld.de/members11/gitarristin

Hallo Leute!


Hier hab ich mich als Autorin versucht, schon anch etlichen
Gedichten und dem ganzen Kram jetzt mein erster "Roman".
Oder sagen wir nicht Roman sondern evt Kurzgeschichte.*g*
SIe ist noch nicht fertig doch ich werde die immer wieder erweitern
wenn ich wieder kreativ war.Denkt euch nichts,die Geschichte ist krass ich
weiss aber ich möchte damit die ganze Gesellschaft aufrufen die AUgen aufzumachen
das sie einmal sehen, das hinter einem Mädchend as schwarz gekleidet
ist auch eine Tragödie stehen kann.SIe sollen sie nicht verachten
sondern sich um Leute die Probleme haben kümmern.
Viel Spaß beim lesen,...
Die Person bin nicht ich,...

Das Mädchen Melanie

Es ist Montag Morgen, 7 Uhr und Melanie schläft noch tief und fest. Sie ist ruhig, alles ist ruhig, nichts von Ärger zu sehen. "Morgen Schatz, ..es wird Zeit zum aufstehen!" eine liebevolle Stimme holt Melanie aus ihren Träumen. "Nein ich will nicht aufstehen, noch 5 Minuten! "Sie dreht sich um & zieht die Decke über den Kopf. "Nein komm schon Schatz! Sonst verpaßt du den Bus, er fährt bereits in 30 min."
"Ich will da nicht wieder hin Mama! Die mögen mich nicht! Die Lehrer auch nicht! Keiner!" "Das darfst du dir nicht einreden! Warum sollten sie dich denn nicht mögen?" "Weil es so ist, warum zeigen sie sonst mit dem Finger auf mich und lachen mich aus? Ich bin doch genau so wie sie. Bloß das ich keine Marken Klamotten trage sondern nur second - hand und immer schwarz,.." Ihre Mutter geht gar nicht erst auf die Probleme ihrer Tochter und deren Ängste ein, sondern beendet es mit dem Satz:
"Jetzt aber ab in die Schule! "Wieder ist ein Versuch gescheitert ihrer Mama zu verdeutlichen das es für sie die Hölle ist in die Schule zu gehen. "Warum hilft sie mir denn nicht? Hat sie mich überhaupt lieb?" Melanie ist ratlos. Sie steht auf um sich fertig zu machen, schließlich ist es schon 7:15 Uhr. Ihre Klamotten liegen schon bereit. Wie immer schwarz. Auf die Frage warum sie denn nur schwarz trägt antwortet sie immer :"Das ist der Ausdruck meiner Seele. "Als sie sich angezogen und ihre morgendliche Toilette erledigt hat geht sie in die Küche. Was sie erblickt ist nicht gerade das was sie sehen will. "Hat Papa wieder getrunken?" fragt sie und blickt ihre Mama erwartungsvoll an. Doch sie dreht den Kopf weg, öffnet die Tür und verschwindet noch im Morgennebel. Melanie blickt einmal rund um, in ihr überschlagen sich Gedanken und Bilder. Sie steigt in großen Schritten über die leeren Wodka und Bier Flaschen.
Dann greift sie nach einer kleinen Flasche Wasser, schnappt sich ihre Schultasche und läuft zum Bus, denn es ist bereits 7:28 Uhr.
Sie erreicht die Schule noch rechtzeitig obwohl es ihr lieber gewesen wäre, wenn sie zu spät kommt. In der Schule angekommen erwarten sie schon ihr Mitschüler, die schon wie hungrige Geier auf ihr Frischfleisch warten. "Ah seht da kommt unser kleine Satanistin!" schreit Basti während die ganze Klasse boshaft zu lachen beginnt! "Die ist ja so häßlich, das ihr nicht mal mehr ein Chirug helfen kann! Und dann noch dieses gräßliche Schwarz!" fügt er noch hinzu. Melanie senkt den Kopf und setzt sich gekränkt auf ihren Platz. Sie holt ihr Deutsch Sachen heraus und da gongt es auch schon. "Guten Morgen Klasse!" klingt es vorne vom Pult, wo ihr Englisch Lehrer Herr Kaminsky steht. "Guten Morgen Herr Kaminsky!" lallen, übermüdetete Stimmen der 7A."Was ist denn das für ein müder Haufen? Ihr habt ja das Temperament einer ganzen Packung Schlaftabletten!" er grinst nekisch. "Euch ist klar das wir noch 7 Tage zur unserer nächsten, aber auch letzten Schulaufgabe haben?"
"Oh nein das hab ich ja total verschlafen" ,denkt Melanie still bei sich. Das ist die entscheidende Schulaufgabe für Melanie. Dieser Lappen von einem Aufsatz entscheidet ob Melanie in die nächste Klasse kommt.
"Was würde wohl Papa sagen wenn ich durchfalle?" Melanie will diesen Gedanken nicht weiter ausführen, denn dieser Gedanke allein schon bringt sie zum zittern. Ihr Vater hatte sie schon oft geschlagen, aber ob er sie dann am Leben lassen würde wagt sie ernsthaft zu bezweifeln. "Melanie!" die Stimme von Herrn Kaminsky reißt sie aus ihren Alpträumen. "Sag mal wo bist du denn wieder mit deinen Gedanken? Dir ist doch bewußt das diese SA für dich sehr entscheidend ist, oder?" ein sehr gequältes und betrübtes "Ja,.. ich weiß." kommt aus Melanies Mund." Ach diese Kuh schafft das doch eh nicht! Schaut sie euch doch mal an!" Basti blickt in dir Runde, beginnt zu lachen und kommt sich super toll vor. "Sebastian du kommst nach der Stunde zu mir! Haben wir uns verstanden?" jetzt wurde auch der böse Wolf zahm, "Ja, Herr Kaminsky." kam es aus Basti`s Mund. Der Gong beendet die Stunde. Der Tag fliegt vorüber bis Melanie endlich das Horror Haus - wie sie es nennt - verlassen darf.
Das erste was sie macht -sobald sie das Schulgelände verlassen hat- ist, sie zieht ihre Packung Zigaretten aus ihrer Tasche und zündet sich genüßlich eine an. Sie schlendert weiter die Straße entlang die zu der Bushaltestelle führt.
Immer wieder ein Zug an ihrer Zigarette und Melanie ist glücklich, tief inhaliert sie den Rauch - der Hölle wie es manche nennen -.Wenn sie raucht, fühlt sie sich frei. Dann versinkt sie in ihren Tagträumen, in denen es immer und Freiheit und Ungebundenheit, während sie zur Bushaltestelle schlendert. "Bist du nicht noch zu jung zum rauchen?" klingt eine vertraute Stimme hinter ihr. Melanie fährt zusammen. Ruckartig dreht sie sich um und schmeißt reflex mäßig ihre Zigarette weg. "Herr Kaminsky!" schreit Melanie auf.
"Bitte, bitte sagen sie es nicht meinem Vater! Bitte ich tue alles was sie wollen! "Sie war zu allem bereit, wenn sie damit erreichen würde das es ihr Dad nicht erfährt. "Melanie, was ist denn in dich gefahren? Es ist außerhalb des Schulgeländes außerdem ist es nach Schulschluß. DU kannst doch jetzt tun und lassen was du willst. Du bist FREI! "Und wieder diese Wort. Melanie liebt es und dann auch noch es aus dem Mund ihres absoluten Lieblingslehrers Herrn Kaminsky zu hören, war für sie der Himmel auf Erden. Zu ihrer Verwunderung, zieht Herr Kaminsky ein Packung Zigaretten aus seiner Hosentasche und zündet sich eine an. "Willst auch eine?" fragt er lächelnd und hält schon das Feuer bereit. "Was? SIE rauchen?!!" Melanie ist entsetzt und doch schafft dieses Laster eine kleine Verbindung zwischen Lehrer und Schüler. "Ja warum nicht? Du tust es doch auch" er grinst. "Ich habe schon etliche Male probiert aufzuhören, aber ich habe es bisher noch nie geschafft! Es gibt mir einfach das Gefühl wenigstens für ein paar Minuten frei zu sein. "Das konnte doch nicht wahr sein. Melanie gefriert das Blut in den Adern. Er denkt genau dasselbe wie sie! Das konnte jetzt nicht wahr sein. "Was ist los? Habe ich was falsches gesagt oder warum sagst du nichts?" er sieht sie mit seinen wunderschönen wasserblauen Augen verträumt und doch erwartungsvoll an.
Melanie zittert, was soll sie jetzt sagen?
"Sie werden es nicht glauben Herr Kaminsky,.." Melanie holt gerade Luft um den Satz zu vollenden doch H.Kaminsky unterbricht sie. "Bitte Mel, wir sind hier unter uns, du kannst mich Ben nennen! Herr Kaminsky hört sich so hochgestochen an!" und da war er wieder : dieser BLICK! "Ja echt,.. cool ,..ähm ja ,.."Mel weiß nicht was sie sagen soll.
"Ich wollte sagen, ich denke genau wie sie, .äh wie du mein ich. Wegen dem frei sein, wenn ich rauche dann fühle ich mich einfach frei. Ich träume davon einfach mich in einen Bus oder ein Auto zu setzen und einfach weg zufahren. Raus, weg von dem ganzen Kleinstadt Schema."
"Wirklich?" Ben sieht sie fragend an. "Ich denke ganz genau so. Wahnsinn, so ein Mist das du meine Schülerin bist!" "Wieso daß denn?" Mel ist verdutzt. "Weil du genau so eine Person bist nach der ich schon immer gesucht habe. "Wow ein Kompliment, Mel ist überglücklich, erst bietet er ihr das "DU" an und jetzt auch noch so ein Kompliment. "Weißt du Mel ich bin 21 und du wirst 15,da sind 6 Jahre Unterschied." Mel steigt auf den kleinen Flirt ein. "Ja aber was nicht ist kann ja noch werden" Mel zittert immer mehr. "Stimmt!" Ben lächelt sie verschmitzt an und blickt ihr dabei ganz tief in die Augen. "Mist! Ich hab total die Zeit vergessen! Jetzt ist mein Bus weg, es ist bereits 13:30Uhr!""Ja wo liegt da das Problem?" frägt Ben.
"Wie soll ich jetzt heim kommen? Wenn ich zu spät komme oh Gott ,.. nein ,.."Mel murmelt weiter vor sich hin und ihr überschlagen sich Vorstellungen was passieren könnte wenn sie zu spät kommt. "Ich fahre dich natürlich heim Mel! Es liegt auf dem Weg!" Ben drückt seine Kippe an an der Bordsteinkante, auf der sie noch sitzen aus und noch bevor Mel etwas sagen kann, hält er ihr schon die Autotür des Autos auf das am Straßenrand steht. Mel steigt ein und keine 2 Min später sind sie bei Mel angelangt. "Danke fürs heimbringen und für das schöne Gespräch eben "Mel steigt aus und lehnt sich auf die Autotür. "Das Vergnüngen ist ganz auf meiner Seite!" er lächelt "Mein Gott bin ich heut wieder poetisch,.. typisch Deutschlehrer!" er lacht.
"Wir sehen uns morgen hoffe ich! Bis dann!" Mel schlägt die Autotür zu und Ben fährt weg. Sie winkt im hinterher und geht ins Haus.
Doch was sie da erwartet, hätte sie sich nicht erträumen lassen. Schon an den Stufen hört sie das Geschrei der Eltern. "DU verdammtes Miststück! Ich frage mich warum ich dich überhaupt geheiratet hab!" brüllt ihr Papa durch das ganze Haus so das es die ganze Nachbarschaft hören kann. "Geh in Therapie! Du hast dich doch nicht mehr unter Kontrolle!" kontert ihre Mutter. Mel hört ein das ein Glas klirrend zu Boden geht. Sie kommt ins Wohnzimmer wo ihre Mama bewußtlos am Boden liegt. "Oh mein Gott Mama! Was ,..?"Mel beugt sich über ihre Mama, streicht ihr über den Kopf und sieht das ihre Hand voller Blut ist. "Lass sie liegen, soll sie doch verrecken!" lallt ihr Vater durch den Raum. Er läßt sich in den Sessel fallen und kippt sich noch einen kräftigen Schluck Wodka hinter. "Wir brauche einen Arzt! Ich rufe den Notarzt!" Mel rennt zum Telefon doch sie wird von ihrem Vater aufgehalten. Er blickt sie mit seinen versoffenen Augen an, legt seinen Arm um sie und sagt: "Wenn du jetzt den Notarzt rufst dann bring ich dich persönlich um! Oder ich tue dir etwas an, was du dein Leben lang nicht vergessen wirst! "Auf seinem Gesicht entwickelt sich ein schmieriges, hinterlistiges Grinsen, das Mel Angst einjagt. Sie reißt sich los und läuft aus dem Haus, durch den Garten zu ihren Nachbarn. "Bitte rufen sie schnell den Notarzt! Mein Vater dreht durch und meine Mutter liegt blutend am Boden. Er hat ihr eine Flasche an den Kopf geworfen!" Sie schreit dies Sätze mehrmals im Haus herum bis sie Frau Stein die Treppen runter kommen sieht, welche ein Telefon in der Hand hält und gerade den Notarzt alamiert. Frau Stein geht auf die völlig verwirrte und total fertige Mel zu und nimmt sie in den Arm. "Wie kann dir dein Vater so etwas nur antun? Und deine Mutter ,.."Frau Stein blickt aus dem Fenster, wo sie Mel`s Vater dabei beobachtet wie er im Haus herum rebelliert und unverständliche Dinge im Haus herum brüllt. Er schmeißt mit Tellern und Flaschen um sich. Mel löst sich aus Frau Stein`s Armen und wischt sich ihre Tränen ab.
Aber ,..meine Mama ,..bewußtlos ,..Blut ,..über all! "Mel säuselt unverständliche Sätze vor sich hin. Ist völlig aufgelöst. "Beruhig dich erstmal Mel. Es wird alles gut, das weiss ich. Du mußt nur daran glauben. Deine Mutter wird untersucht und sie wird schon nach einem Tag wieder daheim sein und dein Vater,..."Frau Stein weiß nicht was sie sagen soll. "Mein Vater?" Mel schaut sie fragend an. "Was ist mit dem? Muss er in`s Gefängnis?" "Nein das denke ich nicht, ich denke er wird eine Therapie machen und dann wird er wieder ein 'normaler' Mensch sein." Mel bringt nicht mehr als ein abwesendes "Aha" raus, denn sie ist gerade damit beschäftigt zu beobachten was sich in ihrem Haus abspielt. Sie sieht wie zwei Männer ihren Vater in einer Zwangsjacke gefesselt zu einem Wagen bringen und wie zwei weitere Männer ihre Mam auf einer Liege in den Krankenwagen schieben. Mel springt auf läuft zu ihrem Haus und schreit ."Was fehlt ihr? Wann wird sie wieder gesund? MH?" "Das können wir momentan noch nicht sagen. Wir informieren sie dann wenn es genaueres gibt. "Du Schlampe kannst was erleben wenn ich wieder daheim bin! Mach dich auf was gefasst! Du Miststück, ..das gleiche wie deine Mutter!" schreit ihr Vater, während er krankhaft probiert sich aus seiner Zwangsjacke zu befreien. "Ich bin nicht verrückt! Sperren sie doch meine Frau ein! Die spinnt! Genau wie ihre scheiß Tochter die hier so blöd rum steht!" Mel ist faßungslos. Sie ist weder im Stande etwas zu sagen noch es zu realisieren. "Ja ist gut jetzt! Dir wird jetzt erst mal ganz lang geholfen, mein Lieber!" meint ein von den zwei Männern die ihn gerade in ein Auto stecken. Als der Krankenwagen und der andere Wagen weg sind, die Nachbarn mit dem gaffen wieder aufgehört haben läuft Mel weg. Sie läuft und läuft, sie weiss zwar nicht wohin aber sie läuft und läuft. An einer einsamen ruhigen Wiese angekommen, zündet sich Mel erst mal ein Kippe an. Sie zittert und somit fällt ihr die Kippe mehrmals aus der Hand. AUf dem kleinen Feldweg lässt sie sich auf die Knie fallen. "Warum?? Sag es mir Gott? Warum muß ich das miterleben? Erleiden? Warum ich? Wenn es dich gibt dann gib mit gefälligst eine Antwort!" Sie beginnt zu weinen. Tränen laufen über ihr, vom laufen errötetes, Gesicht.
"Das kann nicht sein. Warum bin ich so allein? Ich leide aber keinen interessiert das. Niemand." Mit dem Ärmel ihres schwarzen Hemdes, wischt sie sich ihre Tränen ab. Sie schaut auf ihr Uhr.
Es ist bereits 20:00Uhr und Mel macht sich auf den Nachhauseweg. Als sie das Haus betritt laufen ihr erneut Tränen über die Wangen. Das ganze Elend wird ihr zuviel. Überall leere Bier und Wodka Flaschen und auf dem Fußboden sind noch die Blutflecken, die Mel immer wieder an das wohl grausamste Ereignis erinnern. Sie räumt die leeren Flaschen zusammen und bringt sie zu dem Altglas Container am Ende der Straße.
Zuhause angekommen, schaltet Mel ihren Fernseher ein, schnappt sich eine Cola und läßt sich in den Sessel fallen. Sie zappt wild durch Kanäle durch doch sie bekommt nicht mit was im Fernseher läuft. Vor ihren reh-braunen Augen läuft immer wieder der Film ab den sie vor einer knappen Stunde live erlebt hat. Ihre Mutter bewußtlos, blutend am Boden, ihr Vater betrunken im Stuhl. Er war unrasiert und ungepflegt, mit einem weißen Unterhemd und einer alten Hose, wo der Gürtel offen war, bekleidet. Er drohte ihr etwas anzutun was sie ihre Lebtage nicht vergessen würde. Mel hat noch die rauhe, versoffene und verrauchte Stimme ihres Vaters im Ohr: "Wenn du jetzt den Notarzt rufst dann bring ich dich persönlich um! Oder ich tue dir etwas an, was du dein Leben lang nicht vergessen wirst!" Mel ist durcheinander, sie weiß nicht was sie jetzt tun soll. "Wie geht es Mama? Lebt sie noch? Was bekommt Papa für eine Strafe?" all diese und andere Fragen überschlagen sich in Mel`s Kopf. Ehe sie sich versieht, ist sie eingeschlafen. Es quält sie ein Alptraum nach dem anderen und als es ihr endlich gelingt ihren Alpträumen zu entfliehen ist es 9:00Uhr morgens. "Scheiße! Ich habe verschlafen!" Mel war es gewohnt immer von ihrer Mam geweckt zu werden doch die lag ja im Krankenhaus. "Geh ich jetzt in die Schule oder bleib ich daheim?" Mel entscheidet sich für das zweite und bittet Frau Stein sie in der Schule zu entschuldigen.
Da klingelt das Telefon. "Melanie Berger, hallo?" fragt sie aufgeregt.
"Krankenhaus Rosenheim Grüß Gott. Bin ich hier richtig bei Familie Berger?" fragt die Stimme eines jungen Mannes am anderen Ende der Leitung. "Ja ,..ähm sicher, ja." Mel stottert und ist verwirrt. "Was ist mit meiner Mama? Lebt sie noch? Geht`s ihr gut? Und mein Vater? Mhm? Sagen sie schon!" Mel wird hektisch. "Moment moment, ja ihre Mutter Frau Berger, deswegen rufe ich an." Mel stockt der Atem. "Sie lebt aber ihr Zustand ist sehr kritisch. Sie hat innere Blutungen erlitten und liegt jetzt im Koma. Wir wissen nicht ob ihr Kreislauf das noch lange durch hält." säuselt die Stimme .",..
W ,.wwwas? Aber sie wird doch durch kommen!? Sagen sie das sie durch kommt! Bitte sagen die DAS SIE DURCHKOMMT!!" Mel beginnt zu weinen. Ihre Mama ist doch das einzige was sie noch hat. Das konnte doch jetzt nicht wahr sein. "Ja und ihr Vater ist nun in psychatrischer Behandlung. Er ist schwer krank, denn sein Alkohol Problem bringt in noch in`s Grab." "Schön wär`s" denkt Mel, aber dieser Gedanke tut ihr schon im nächsten Moment leid. Soll sie ihren Vater jetzt hassen? Sie will ihn aber nicht hassen. Sie hat ihn doch lieb. Sehr lieb. Obwohl sie ihn selten sah und wenn dann nur betrunken aber es ist doch schließlich ihr Vater. Mel zittert am ganzen Körper.
"Hallo? SInd sie noch dran?" ",..Jjj ,..ja ,.sicher. Sprechen sie weiter." sagt Mel "Wenn sie wollen können sie sie heute besuchen, aber nur kurz denn sie ist noch zu schwach um zu sprechen." "Ja sicher ich komme, wann soll ich denn da sein?" "Sie können so gegen 14:00Uhr kommen. Fragen sie einfach nach Frau Berger." "Ja ich werde kommen. Wiederhören." "Wiederhören"
Mel steht traurig und doch glücklich das ihre Mama noch lebt im Wohnzimmer. Sie läßt den Hörer fallen und bricht zusammen. Sie liegt am Boden und frägt sich nur noch „Warum?!“ warum gerade sie. Mittlerweile ist es 10:00Uhr, nein , noch knappe 4 Stunden bis sie ihre Mama sehen darf. Was soll sie die ganze Zeit , die ganzen 3 Stunden bis der Bus nach Rosenheim fährt , tun? Was nur ? Als sie gerade ihre Zigaretten sucht, klingelt es an der Tür.
Mel überlegt ob sie öffnen soll, tut es dann auch. Es steht die Person davor die sie am wenigsten erwartet hätte.
„ Ben! Was willst du den hier?“ sie fällt aus allen Wolken. „Erstmal hallo Mel!“ Ben grinst. „Warum warst du denn heute nicht in der Schule? Ich habe mir Sorgen gemacht.“ Mel senkt den Kopf und und blickt zu Boden. „Lange Geschichte,..“ seufzt Mel. „Die will ich hören. Ich höre dir gerne IMMER zu.“ Ben streicht ihr mit seiner Hand über die Wange, hebt ihren Kopf sanft an und schaut ihr tief in die Augen. Mel sieht verlegen, wie ein kleines, schüchternes Schulmädchen weg und spielt dabei verlegen mit ihrem Armband. „Aber was machst du denn schon hier? Es ist doch erst 10:15Uhr?Aber komm doch erst mal rein!“ „Ja gerne ,..“ Mel schließt die Tür uns sie gehen gemeinsam in das Wohnzimmer. „Ich bin deswegen schon hier weil ich nach der 2 Stunde aus habe. Ich war jetzt eben noch bei mir und dann bin ich gleich zu dir gefahren!“ er lächelt sie an, so daß Mel glaubt gleich umzufallen.
„Mhm ,..“ Mel blickt verlegen zu Boden. „Willst du was trinken? Ich könnte uns einen Kaffee machen?!“ „Ui, ja das ist ne tolle Idee.“ Mel steht auf, geht in die Küche und beginnt den Kaffe zuzubereiten. Ben wartet so lange im Wohnzimmer . „Diese Totenstille , ist ja nicht zu ertragen. Da geht man ja kaputt. Ich mach mal das Radio an, ja?“ „Ja mach es an!“ schreit Mel aus der Küche, während noch klappern und das rascheln von Kaffeefiltern aus der Küche zu hören ist. Ben schaltet das Radio an. „Zuerst kommt nur rascheln aus dem kleinen, alten Radio aber dann doch Musik. „I did it my way“ von Frank Sinatra. „Oh nein! Tu sofort das Lied weg Ben!“ schreit Mel , unter Tränen, aus der Küche. Ben steht auf geht in die Küche „Warum denn?“ frägt er. Aber dann sieht er Mel , mit Tränen in den Augen total verzweifelt am Boden sitzen. „Was ist denn los meine Süße, mhm?“ Ben setzt sich zu ihr auf den Küchenboden, legt den Arm liebevoll um sie und wischt ihr erst mal ihre Tränen von der Wange. “Ben, das ist ja die lange Geschichte! Es ist alles so schlimm.“ es laufen ihr erneut Tränen über die Wangen. „Jetzt hör erst mal auf zu weinen Mel und dann erzählst du mir alles in Ruhe.“ Er gibt ihr einen Kuß auf die Stirn und als sich Mel wieder etwas beruhigt hat, beginnt sie zu erzählen.
„Weißt du mein Papa hat ein Alkohol Problem. Schon seit ich ein kleines Kind bin. Er machte dann immer Sachen wenn er betrunken war, die er eigentlich nicht wollte." "Was für Sachen Mel?“ Ben sieht sie fragend an. „Er kam als ich noch klein war oft nachts in mein Zimmer und machte Sachen mit mir die ich nicht wollte. Ich wachte oft auf, durch seine Berührungen. Ich hörte seinen Atem der immer schneller wurde und somit wuchsen meine Schmerzen. Ich spürte ihn in mir.
Obwohl ich ihm sagte ‚Papa bitte laß das, du tust mir weh!‘ machte er weiter. Das ging sehr lange Zeit so ,..“ zum weiter reden fehlt Mel die Kraft und sie zittert. Ben sieht stur gerade aus und man sieht ihm an das der Haß gegen Melanie`s Vater in ihm wächst. “Wo ist dieses Schwein? Wie konnte er dir so was nur antun?“ er ist fassungslos und das sieht man ihm deutlich an. „Ben laß ihn, er kann doch auch nichts dafür!“ Ben will sie unterbrechen doch Mel ist schneller. „ Sei ruhig, ich will nicht weiter über diese Geschichte reden!“ Mel sieht Ben mit glasigen Augen an. “Ja und gestern, weißt du ,.. „ Mel fährt fort. „ Da ging ich auf unser Haus zu , kurz nachdem du mich abgeliefert hast und ich hörte schon Schreie. Als ich dann das Haus betrat wurde es schlagartig ruhig.“ Mit weinerlicher Stimme erzählt Mel weiter.
„Da sah ich dann nur noch meine Mama bewußtlos am Boden liegen und um ihren Kopf war eine große Blutlacke. Mein Vater saß im Sessel und drohte mir.
Er sagte: "Wenn du jetzt den Notarzt rufst dann bring ich dich persönlich um! Oder ich tue dir etwas an, was du dein Leben lang nicht vergessen wirst!" und daß mit einem Ernst und einem Blick das mir ganz anders wurde.“ „Was hat dein Vater deiner Mutter angetan?“ fragt Ben interessiert. „Er hat sie geschlagen, richtig mit Fäusten und kurz bevor ich kam hat er ihr eine Wodka Flasche über den Kopf gezogen. Jetzt liegt sie mit inneren Blutungen, einer Platzwunde und einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Das Lied war Mama`s Lieblingslied!“ Mel beginnt zu weinen und kann nicht mehr aufhören. „Wieso WAR ?“Ben ist durcheinander. „Weil die Ärzte nicht wissen ob sie es schafft. Ihr Kreislauf ist zu schwach! Und mein ist in der Psychatrischen Klinik!“
Mel erzählt noch viele, viele Geschichten und die beiden merken nicht wie die zeit vergeht.
„Ja so ist das. Das war der Grund warum ich heute nicht in der Schule war. Ich fahre um 13:30Uhr mit dem Bus nach Rosenheim, denn das KH hat angerufen und gesagt ich darf sie sehen.“ Mel löst sich aus Ben`s Armen, steht auf und holt sich ein Taschentuch. “Du fährst nicht mit dem Bus! Ich fahre dich hin!“ Ben steht auf, sieht auf die Uhr. Jetzt ist 13:00Uhr. Sollen wir los fahren? Dann sind wir trotz allem rechtzeitig drin, auch wenn Stau sein sollte.“
„Ja fahren wir los.“ Der Kaffee ist den beiden egal, Mel schnappt sich ihren schwarzen Mantel, schlüpft in ihre Stiefel und schmeißt die Haustür hinter sich zu. Ben sitzt schon bereit, Mel steigt ein, schnallt sich an und schon sind sie weg. Am, Krankenhaus angekommen, stürzt Mel sofort aus dem Auto in den KH Eingang hinein und sieht sich hektisch um. Da sieht sie eine Schwester. „Wo liegt Frau Berger?“ fragt sie aufgeregt. „Da müssen sie an der Rezeption fragen.“ Antwortet die Schwester die momentan ziemlich im Sress ist. „Mel warte doch mal!“ ruft Ben der noch das Auto parken mußte und ganz außer Atem ist. Gemeinsam suchen sie die Rezeption und finden sie auch. „Entschuldigen sie, wo liegt denn eine gewisse Frau Berger?“ frägt Ben höflich. „Sind sie ein Verwandter?“ fragt die Dame hinter der Theke, während sie in Papierakten wühlt. „Ich bin ein Verwandter!“ klinkt sich Mel in`s Gespräch ein. “Haben sie einen Termin?“ „Ja es rief jemand an und meinte ich könne Frau Berger und 14:00Uhr für einen kurzen Moment sehen. Ich bin ihr Tochter Melanie Berger!“ „Moment bitte ,..“ die Frau wühlt und wühlt bis sie fündig geworden ist. Ja sie haben einen Termin. Um 14:00Uhr, Aber es gibt ein Problem.“ Was für eines?“ Melanie reißt die Augen ganz weit auf. „Ihre Mutter liegt auf Intensiv und da darf kein Besuch rein.“ „Wieso verstehen sie das nicht? Das ist vielleicht das letzte Mal das ich meine Mutter lebend sehe!“ schreit Mel so laut das es das ganze Krankenhaus hören kann.
„ Mhm ,.. ja. Ok, wir machen eine Ausnahme. Aber ihr Begleiter muß draußen bleiben. Das ist die Einzige Bedingung. Verstanden?“ Mel schaut Ben an. „Ist schon in Ordnung. Ich warte so lange hier.“ Sagt Ben verständnisvoll.
Mel nimmt ihn noch einmal fest in die Arme und verschwindet dann mit der Schwester in den unendlichen Gängen des Krankenhauses.
“Hier das müssen sie anziehen!“ Die Schwester streckt Mel so einen grünen Anzug mit Kopfhaube hin. “Wieso meine Mutter ist doch nicht ansteckend!“ „Ziehen sie es an, wenn sie zu ihrer Mutter wollen.“ Faucht die Schwester sie an. Mel betritt den Raum, in dem ihre Mam angeschlossen an Maschinen und Schläuchen liegt.
„Könnten sie mich mit ihr allein lassen?“ Mel dreht sich zu der Schwester um und scheut sie bittend wie ein kleines Kind an. „Ja aber sie haben nicht viel Zeit. Nur 10min!“ „Ja ist in Ordnung,..“ seufzt Mel.
SO da steht sie nun. In einem völlig sterilen Raum.
Das piepsen der „Herzmaschine“ – wie sie Mel nennt – durchbricht die eisige Ruhe in diesem Raum. Da liegt sie nun, ihr Mam die sie ja so unsagbar lieb hat. Sie liebt ihr Mutter und Mel hätte sich nie erträumen lassen ihre Mama, die immer stark war und immer für sie da war, einmal im Krankenhaus zu besuchen.
„Überall Schläuche ,..“ seufzt Mel. An der Hand, in der Nase zwei ,.. Das alles macht Mel Angst. Neben dem Bett steht ein Gerät mit einer Pumpe die anscheinend irgendwie mit der Lunge zusammenhängt, sie weiss nicht wie. Das ist ihr im Moment aber auch egal, denn Mel setzt sich auf die Bettkante und nimmt die Hand ihrer Mutter. Mel beginnt zu sprechen :
“Mama, du kannst mich jetzt nicht alleine lassen. Wir müssen gemeinsam stark sein, du kannst doch jetzt nicht einfach aufgeben!“ Mel beginnt zu weinen.
„ Du warst immer stark und das mußt du auch jetzt sein! Wir haben bisher alles gemeinsam durchgestanden! Oder nicht?!
Mama ich liebe dich und ich brauche dich! Papa ist jetzt wegen seinem Alkohol Problem in Behandlung! Und ich schaffe das Jahr! Alles wird gut! DU darfst jetzt nur nicht aufgeben! Ich hoffe du kannst mich hören! Mir tut alles leid was ich je schlechtes gesagt habe und das wirr überhaupt jemals gestritten haben! Ich brauche dich!“ Mel senkt den Kopf, sie kann nicht weiter reden. Sie hält immer noch die Hand ihrer Mutter. Sie hält sie ganz fest , so als ob sie sie nie wieder los lassen würde.
Mel ist ganz unwohl zu mute. Dieser sterile Raum, sie muß einen Anzug tragen damit sie ihre Mutter sehen darf, ein Kasten über den die Herzschläge ihrer Mama flimmern , die letzten ?
In diesem Raum ist die diese Kälte, die nicht zu beschreiben ist. Sie ist so unheimlich, so tot. Diese Räume wirken auf einen, als ob die Ärzte dort ihre Patienten rein legen und nur darauf warten das sie sterben. „Ihnen bedeutet es nichts wer in diesem Raum liegt“ denkt Mel. Die Stille dieses Raumes wird von der Stimme der Schwester unterbrochen. „Die Besuchszeit ist vorbei! Kommen sie schon! Es war eine Ausnahme! Also bitte kommen sie.“ Mel sieht ihre Mam ein letztes Mal , gibt ihr einen Kuß auf die Stirn und flüstert ihr noch in`s Ohr :“ Wenn du mich hören kannst dann denk daran was ich gesagt habe und bitte sei stark!“ dann steht Mel auf, deckt ihre Mutter noch gescheit zu und verläßt den Raum. Im Gang schmeißt sie diesen grünen Anzug weg und läuft zurück in die Halle wo Ben auf sie wartet. Dort fällt sie ihm weinend in die Arme. „Was ist passiert Mel?Ist alles in Ordnung mit?“ Mel stößt Ben weg und schaut ihn entsetzt an : „Sag mal spinnst du? Ihr Mänenr seid doch alle gleich! Meine Mama liegt im Koma, di Ärzte wissen nicht ob sie es überlebt und du frägst was los is und ob alles in Ordnung is??!!!!!“ Mel schüttelt den Kopf uns rennt aus dem Krankenhaus.
„Mel warte!!!“ schreit Ben während er Mel hinterher läuft. Er holt sie ein und reißt sie an der Schulter zurück. „Entschuldigung Mel! Es tut mir leid! Ich hätte nicht so blöd fragen sollen!
Entschuldigung!“ „Ja ist schon ok. Ich weiß das du das nicht so gemeint hast wie ich es aufgefaßt habe.
Ben ich weiß nur einfach nicht mehr weiter! Absolut nicht.“ Mel läßt sich in Ben`s Arme fallen und beginnt erneut zu weinen. „ Es wird gut, Mel. Alles wird gut. Komm wir fahren nach Hause.“ Ben gibt Mel die Hand und gemeinsam gehen sie zum Auto.
„Fahr bitte schnell Ben. Ich will so schnell als möglich heim!“ sagt Mel während sie sich anschnallt und Ben den Motor startet. Als sie dann endlich bei Mel`s Haus ankommen ist es bereits 16:00 Uhr. „Soll ich noch ein bißchen bei dir bleiben Mel?“ frägt Ben hilfsbereit. „Ja das wäre nett, die unerträgliche Stille in diesem Haus frißt mich auf.“
Ben und Mel betreten das Haus, schließen die Tür und gehen ins Wohnzimmer. Dort schalten sie den Fernseher ein und Mel legt sich in Ben`s Arme. Dort schläft sie schon nach wenigen Minuten ein. „ Sie macht für ihr 14 Jahre schon viel zu viel durch“ murmelt Ben vor sich hin. Als Mel am nächsten Morgen von ihrem Wecker um 7 Uhr geweckt wird ist Ben schon weg. Es liegt ein Zettel auf dem Tisch auf dem steht : Guten Morgen Süße! Ich hoffe du hast gut geschlafen. Wundere dich nicht den Wecker habe ich dir gestellt denn du musst auch mal wieder in die Schule. Auf dem Tisch in der Küche liegen frische Semmeln schließlich musst du mal was gescheites essen. Wir sehen uns in der Schule!
Bis dann, in liebe Ben
P .S. Wenn was sein sollte , dann melde dich! Bin dann gleich da!
Mel lächelt. „Ach der ist so süß,..“ murmelt Mel vor sich hin, während sie in die Küche geht und sich eine von den Semmeln, die Ben ihr gebracht hatte , holt.
Sie packt ihr Schulzeug zusammen und macht sich auf den Weg zur Schule, denn ihr Bus fährt bereits in 10 min. Bis zur Bushaltestelle hat es Mel nicht weit.
Sie schafft den Bus noch und ist sogar rechtzeitig in der Schule wo ihr Ben auch gleich auf dem Gang begegnet. „Hallo Ben!“ ruft Mel euphorisch während die anderen Schüler schon ganz verdutzt schaue. „Äh entschuldigen sie, ich meinte Grüß Gott Herr Kaminsky!“ Zur Verwunderung der Schüler beginnen beide zu lachen und es scheint als wollen sie damit gar nicht mehr aufhören. Der Gong zur ersten Stunde ertönt. „Ich muß in den Unterricht,..... bis nachher!“ ruft Mel Ben hinterher während sie schon auf dem Weg in`s Klassenzimmer ist. „Ja wir sehen uns in der zweiten Stunde in Deutsch!“ ruft Ben und verschwindet in dem Klassenzimmer der 8E.
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