@ adorno
mit bestattungen bin ich per du, weshalb mir kein trend entgeht. auch nicht in der bestattungsmode. sehen sie selbst was der amerikanische bestattungskonzern SCI ausgeheckt hat, der hierzulande das monopol pflegt: BU: Egal ob Männer- oder Frauenrücken, mit dem auffälligen Schriftzug "BESTATTER" oder "TRAUERHELFER" ist Ihr
T-Shirt ein richtiger Hingucker.
erhältlich sind auch schlüsselbänder mit werbebanner "funeral arts", was ein bisschen zu denken gibt. nachdem das grabwesen seine würde selbstbewusst verliert, sollen die lebenden leichen offenbar nicht ihren haustürschlüssel verlieren, bevor es an die pforte des herrgotts geht.
Wow, wenn Tom Wolfe das nicht schon in "Hooking Up" (2000) beschrieben hätte, erschiene mir dieser Newsweek-Artikel von Rabbi Gellmann noch eine Spur utopischer. Als ich in der 6. war, haben auf der hinteren Bank im Bus auf der Klassenfahrt höchstens mal welche geknutscht.
"Last Sunday afternoon I had a nice chat with sixth-grade children and their parents about oral sex. [...] Many kids now consider it as nothing more than a social convention, a mark of popularity, a sign of sexual liberation and a pleasant way to pass the time in the back of the bus on the way to school."
Bei Wolfe heißt es:
"Eine 13-Jährige in New York, die von ihrer Lehrerin gefragt wurde, wie sie denn sowas tun könne, erwiderte: "Es ist ekelhaft, aber ich muß meinen Mann doch zufrieden stellen." [...] Im Jahr 2000 sahen Jungen und Mädchen die Fellatio nicht als echten Sexualakt an[.] Es war bloße Spielerei" (S.15)
Werden solche Kinder nicht in 20,30 Jahren alles auf den Kopf gestellt haben, worüber heute sich hier und da derselbige in Europa zerbrochen wird?
Adorno hat geschrieben:WIDER DEN VERSTECKTEN OKKULTISMUS UNSERER BüROKRATEN!
Wie Klaus Krusche ( http://www.klaus-krusche.de ) eindrucksvoll beweist, stellt die Rückseite unser aller Personalausweis mitnichten den Bundesadler dar, sondern den Templergötzen BAPHOMET!
Sehen Sie die ähnlichkeit? Ich bin immer noch ganz frappiert.
Jaha, und es gibt noch viel erschreckendere, weil subtilere Beispiele, die uns zeigen, daß, ja was eigentlich:
Schweppes ist Saddam! Bzw. die gesuchte Massenvernichtungswaffe! Und die 3 Zeichen hinter Saddam sind so bedeutungsvoll, daß diese versteckte Wahrheit über die Welt ausnahmsweise mal nicht von einem Kleinkind entschlüsselt werden kann.
Das ist unheimlich, weil: ich trank tatsächlich recht genau ab fünfe einen Tee. Schwarz. (Zu) lange gezogen! Und weil dann bis sechse das kräftige Gebräu an den Nerven zog, reagierte ich blindlings/impulsiv auf den zur Erinnerung zitierten Beitrag vom ominösen "schaut doch mal was früher war"-Gast. Wurde ich etwa über die Kamera in meinem Perso beobachtet? Oder handelt es sich doch nur um oldschool Synchronizität?
Ich tippe auf letzteres.
Denn Ihr Perso steckt mit größter Wahrscheinlichkeit in einem flachen Portemonnaie und dieses wiederum in der rechten, oder wahlweise linken, Gesäßtasche Ihrer Hose.
Die Kamera fristet in diesem Fall ein ziemlich trübes Dasein.
Da aber eine grundsätzliche Verflechtung von allem mit allem vorhanden ist...
Barschel hat geschrieben:
PS: Ich habe mein Portemonnaie noch nie in der Gesäßtasche getragen. Bessere Chancen also für die Kamera?
Dito, aber da das hier ja der Religiös/Weltanschauung-Strang ist, geht es wohl doch eher ums Karma, das bessere Chancen hat, einem trüben Dasein wie von dem werten Gast angedeutet, zu entgehen.
PS: Besonders gut, gefällt mir übrigens das Doppel-u im Wort Weltanschauung. Sollten Sie ein ähnlich schönes Wort mit Doppel-i wissen (aber nicht Ski-ing, das ist doof), so versuchen Sie es möglich unauffällig in die nun folgende Diskussion einzuflechten.
Die Diskussion scheint mir eher breiig zu werden. Vielversprechender ist da die Frage, ob sich unparteiisch beurteilen lässt, wann ein Sunnit mit einer Schiitin liiert sein darf. Nur so...
Zu klären wäre noch, ob Sie einen Hanafiten mit einer Imamitin meinen, oder gar einen Hanbaliten mit einer Zaiditin, oder einen Malikiten mit einer Zaiditin, oder einen Schafiiten mit einer Ismailitin, oder einen Hanafiten mit einer Ismailitin...
Die Unterschiede können für die Beantwortung der Frage erheblich sein, denn wie oft, steckt der Teufel im Detail.
Ich sah einmal einen Zauberkünstler. Er stand auf der Estrade, mager, von allen Seiten sichtbar, und demonstrierte seinen Zylinder, indem er allen dessen leeren und weißen Boden zeigte. Als er auf diese Weise seine Kunst, was den Zweifel betrifft, vor jedem Verdacht betrügerischer Manipulationen gesichert hatte, zeichnete er mit einem Stäbchen sein verzwicktes magisches Zeichen in die Luft und begann sogleich mit übertriebener Genauigkeit und Offensichtlichkeit mit diesem Stöcklein papierene Bändchen, bunte Bändchen aus seinem Zylinder herauszuziehen - zuerst ellenweise, dann klafterweise und schließlich kilometerweise. Das Zimmer füllte sich mit dieser bunten, raschelnden Masse, wurde von der hundertfältigen Vermehrung, von dem schäumenden und leichten Fließpapier, von der leuchtenden Türmung hell - und er hörte nicht auf, diesen nicht enden wollenden Faden trotz verblüffter Stimmen voll entzückten Protestes, ekstatischer Schreie und lauter Weinkrämpfe weiter abzuwickeln, bis es schließlich sonnenklar wurde, daß es ihn nichts kostete, daß er diesen Überfluß nicht aus eigenen Vorräten schöpfte, sondern daß sich ihm einfach überirdische Quellen, menschlichen Maßen und Rechnungen nicht folgend, aufgetan hatten.
Mancher, der damals zur Aufnahme des tieferen Sinns dieser Demonstration auserkoren, nachdenklich und innerlich geblendet nach Hause ging, war zutiefst von der Wahrheit durchdrungen, die ihm zuteil geworden: Gott ist unermeßlich...
Der Frühling, in: Schulz, Bruno, Die Zimtläden, suhrkamp 1974, 122f.
Warner Music Group represents everything that's wrong with humanity