E.Henscheid - Ein Hausgott fällt vom Altar

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Robert Mugabe
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Beitrag von Robert Mugabe »

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Tischlampe
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Beitrag von Tischlampe »

Aber vielleicht verlagern wir eine eventuelle Diskussion über Carl Schmitt besser in die Diskursethik Weekly -
Wäre nett, geht hier glatt am Thema vorbei.
Tischlampe
Robert Mugabe
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Beitrag von Robert Mugabe »

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Tischlampe
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Beitrag von Tischlampe »

Lieber Herr Mugabe, es gehört meiner Meinung nach immer noch nicht hier rein, da nicht Carl Schmitt oder der von mir lediglich nebenbei erwähnte 3sat-Link diskutiert werden soll.
Trotzdem ein hoffentlich letztes Wort zu Carl Schmitt:

Anlehnungsbedürftige und herrschsüchtige Intellektuelle, die einmal dem Proletariat oder dem Volke dienen wollten, selbstverständlich als Führer von dessen starkem Arm, spüren im Ton von Schmitts wissenschaftlicher Prosa die harte Hand, die sie schätzen... Auch Linke raunen einander zu, in Schmitts Broschüren sei für den Feinschmecker mancher Leckerbissen zu entdecken. Ein kultivierter Mensch, für welchen das schlimmste Verbrechen darin besteht, Fisch mit dem Messer zu essen, habe die Pflicht, für derlei Genüsse empfänglich zu sein, und er dürfe nicht engstirnig und kleinlich darauf insistieren, daß Schmitt ein übler Nazi war, zumal das auch niemand bestreitet. Diese im Habitus maniriert bis affig wirkende Schicht – immer um die Imitation bildungsbürgerlicher Manieren bemüht, die in Deutschland ihrerseits schon eine Imitation krautjunkerlicher Unsitte waren, und Toleranz grundsätzlich an der falschen Stelle fordernd – ist im Normalfall der enge Kreis, innerhalb dessen Schmitts Broschüren ihre Wirkung entfalten. Zuweilen freilich werden sie schubartig auch von einem breiteren Publikum goutiert, und solche Schübe sind Symptome einer Geisteskrankheit, deren Ursachen lange zurückliegen.
Dann gehen die Anhänger Carl Schmitts sorgenfrei ihrer Hauptbeschäftigung nach, die darin besteht, sich selbst für eine verfemte Elite zu halten. Zwei oder drei richtige Gedanken über die Gewalt und den Staat, Überlegungen von der zitierten, ebenso trivialen wie unwiderlegbaren Art, Erkenntnisse also, deren Gewinnung zu den Unvermeidlichkeiten des Alltags zählt, während ihre Verleugnung bisweilen selbst Geisteswissenschaftler mit qualifiziertem Abschluß überfordert, vermitteln überflüssigen, von Arbeitsplatzsorgen und Identitätsproblemen geplagten Studenten und Absolventen der weichen Fächer das angenehme Gefühl, sich zum harten Kern der Eingeweihten zählen zu dürfen. Aus der prekären gesellschaftlichen Lage dieser Schicht, an welcher gute Verdienstmöglichkeiten einzelner nichts ändern, resultiert der Doppelwunsch, sich durch unkonventionelle Allüren von der Menge der Konkurrenten abzugrenzen, und gleichzeitig Loyalität mit dem Massenbewußtsein zu dokumentieren.
(Auszüge aus: Wolfgang Pohrt, Die Banalität als Offenbarung, Konkret 08/88, S. 44)
Buchempfehlungen:
-Jacob Taubes (Hg.): Der Fürst dieser Welt
Carl Schmitt und die Folgen; Ferdinand Schöningh / Wilhelm Fink Verlag, München/Paderborn/Wien/Zürich
-Klaus Hansen/Hans Lietzmann (Hg.): Carl Schmitt und die Liberalismuskritik; Verlag Leske und Budrich, Leverkusen 1988
-Günter Maschke: Der Tod des Carl Schmitt. Apologie und Polemik; Karolinger Verlag, Wien 1987
soviel für diesmal
Tischlampe
Zuletzt geändert von Tischlampe am 24. Jan 2003, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
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HellBoy
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Beitrag von HellBoy »

Habe kürzlich die JF-Homepage besucht und war überrascht ob Zitaten wie diesen:
"Ich sehe eine Tendenz, daß man rechte Positionen immer mit rechtsextremen in einen Topf wirft. (...) Für mich ist die JUNGE FREIHEIT ein Medium, das innerhalb des demokratischen Systems steht." "Der Verfassungsschutz in NRW beobachtet alles, was nicht auf dem linken Flügel der SPD beheimatet ist."
Helmut Markwort

und diesen:
"Sie sind ’rechtsgerichtet’, weil Sie nicht linksgerichtet sind. Ihr niveauvolles Blatt ist nicht radikal, es ist nicht einmal, was man ’rechts’ nennt, sonst hätte ich Ihnen kein Interview gegeben."
Ephraim Kishon

Nun gut, das sind beides ja nun bekannte Spinner. Dennoch. Bisher war ich davon ausgegangen, dass die JF ein allgemein despektiertes Randblatt wäre. Diese Annahme ist wohl jetzt veraltet.
So gesehen, haben die Interviews gerade mit Henscheid, Roy etc. der JF genutzt, da diese sie wohl von dem Ruch der einseitigen Berichterstattung befreit haben.
Das kann man diesen freilich nicht anlasten, da es ja, wie die Zitate oben belegen, ansonsten auch genug öffentlich überbewertete Pappkameraden gegeben hätte (hat), um dies auch ohne ihre Beiträge zu erreichen.
Kann sein, kann auch nicht sein.
Man weiss es nicht.
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Jürgen W. Möllemann
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Beitrag von Jürgen W. Möllemann »

Ich habe mir mal sagen lassen - und betrachte es als Teil einer Erklärung für das JF-Interview -, daß es Henscheids erklärter Ehrgeiz sei, am Ende seines Lebens in so vielen verschiedenen Presseorganen wie nur möglich veröffentlicht zu haben (eine Rekordjagd gewissermaßen nur um des Rekordes willen). <a href="http://www.profil.at/export/profil/p_co ... id=4449296" target="_blank" class="postlink">Hier</a> jedenfalls hat er nun auch noch das österreichische "Nachrichtenmagazin" <i>profil</i> abgehakt. Mit einer etwas matten, irgendwie dahingewursteten kleinen Selbstbeweihräucherung. Je nun. Es sei ihm gegönnt.
Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie Doris Knecht
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Prof. Adorno
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Beitrag von Prof. Adorno »

Daß die Junge Freiheit auch irgendwie mit zur Buchmesse muß, ist schon klar. Daß die ganzen ollen Konservativen, die sich neustendings total für Pressefreiheit interessieren, dahingehend in die natürlich FAZ (heute p6) einen "Appell für die Pressefreiheit" reinstiefeln, ist auch noch supi. Aber daß der gute alte Henscheid da neben Honoratioren zwischen A. Baring, Jo. Fest, Gauweiler, Geiß, dem unverwüstbaren Ernst Nolte, dem schon verwüsteten Thor Kunkel, und dann, hmpfr, Markwort firmiert - das ist einfach zu viel für mich. Schweig still, mein Tschibo-Herz...
Ich bin gut informiert. Ich weiß viel. Ich habe viel Material.
Tischlampe
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Beitrag von Tischlampe »

Nur um die Liste mal mit den bekanntesten zeitgeschichtlich und/oder publizistisch sich wichtigtuenden Personen aufzufüllen:
<a href="http://www.netzeitung.de/medien/381288. ... zeitung</a>
Laut der Zeitung zählen zu den weiteren Unterstützern
der ehemalige Herausgeber der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ), Joachim Fest,
der Historiker und Publizist Arnulf Baring,
SPD-Bundesminister a.D. Andreas von Bülow,
die CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler und
Norbert Geis,
der Chefredakteur der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, Helmut Matthies,
die Schriftsteller Eckhard Henscheid,
Arno Surminski und
Ulrich Schacht,
die Hochschullehrer Martin van Creveld,
Ernst Nolte,
Helmut Quaritsch,
Robert Spaemann,
Theodor Schweisfurth,
Alfred M. de Zayas,
die Journalisten und Autoren Gernot Facius,
Günter Gillessen,
Michael Klonovsky,
Fritz Schenk,
Klaus Wippermann,
Botschafter a.D. Horst Weisel
Heinrich Lummer
Hans-Olaf Henkel
Helmut Markwort
sowie der frühere Generalbundesanwalt Alexander von Stahl. (nz)
Zuletzt geändert von Tischlampe am 26. Feb 2006, 14:11, insgesamt 1-mal geändert.
"Das närrische Treiben überall muss doch einmal ein Ende haben - und zwar ganz radikal."
-Friedrich Schorlemmer
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Tischlampe
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Beitrag von Tischlampe »

...und der letzte Stand der Dinge:
<a href="http://jungle-world.com/seiten/2006/07/7204.php">Jungle World</a> vom 15.02.06
Ordnungsgemäß unterschrieben

Junge Freiheit. Die extrem rechte Zeitung Junge Freiheit darf nun doch an der Leipziger Buchmesse teilnehmen. (Jungle World, 6/06) Dies teilte der Direktor der Buchmesse, Oliver Zille, dem Chefredakteur der Jungen Freiheit, Dieter Stein, am Freitag in einem Gespräch mit. Die Zeitung war mit der Begründung ausgeladen worden, ihre Teilnahme gefährde die »ordnungsgemäße Durchführung« der Messe. Daraufhin initiierten die rechten Journalisten eine Kampagne zur Unterstützung ihrer Postille, die sich dem Kampf gegen die multikulturelle Gesellschaft und für die selbstbewusste deutsche Nation verschrieben hat und in Sachen deutscher Geschichte gerne mal Fünfe grade sein lässt.

Sie fand eine Menge rechter Zeitgenossen als Unterstützer, darunter nicht nur Politiker wie Peter Gauweiler von der CSU oder der frühere Berliner Innensenator Heinrich Lummer (CDU). Nein, die Freiheit des Wortes ist in Deutschland offenbar derart bedroht, dass sogar der frühere Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans Olaf Henkel, sich mit seiner Unterschrift wagemutig in den Widerstand gegen die Zensoren begab. Wenn diese nicht aufgegeben hätten, hätte er den Leipzigern womöglich mit einem umfassenden Wirtschaftsboykott gedroht. Vielleicht hätte er auch einfach die ganze Stadt aufgekauft, wer weiß.

Und auch ehemals vernünftige Schriftsteller engagierten sich für das kleine Revisionistenblatt. Der bayerische Autor Eckhard Henscheid etwa. Alle Idole müssen eben sterben. (sw)
[/b]


Update

<a href="http://www.taz.de/pt/2006/02/24/a0193.1/text">Harald Martenstein</a> wollte erstmal abwarten, <a href="http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/26 ... 2.asp">auf welche Seite er sich besser schlägt</a>.

Aber generell gefragt: Ist der Untergang des Abendlandes (i.e. Einschränkung der Pressefreiheit) tatsächlich schon dann im Schwange, wenn man einen mehr als rechtslastigen Zeitungsverlag nicht auf einer weniger als erstklassigen Bücherschau haben will, mit einer nicht mal so abwegigen Begründung? <a href="http://www.taz.de/pt/2006/02/09/a0227.1/text">Im Aufruf, "Appell für die Pressefreiheit" betitelt, wird behauptet, die Ausladung sei "politisch motiviert" gewesen. Dem widerspricht die Messeleitung entschieden. Vielmehr befürchtete die Messe Protestaktionen gegen eine geplante Veranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Verlages der Jungen Freiheit während der Messe. Klartext: Sie wollten keinen Ärger. Ob das richtig ist? Eher nein. Aber es ist eben keine politisch motivierte Ausladung.</a>

Wie schön die Strategie der JF, mittels <del>nützlicher Idioten</del> namhafter Interviewter den Schritt von einem "den Holocaust relativierenden Revisionistenblatt" zur ernstgenommen werdenden Publikation zu machen, aufgeht, lässt sich mittlerweile übrigens anhand des u.a. <a href="http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420 ... lletons</a> zeigen:
Die Leipziger Buchmesse hat der Wochenzeitung "Junge Freiheit" den angemeldeten Stand verweigert. Die Zeitung steht rechts von der Mitte, aber als extremistisch wird man sie, zu deren Interviewpartnern gute Sozialdemokraten wie Egon Bahr oder der kürzlich verstorbene Peter Glotz gehörten, nicht bezeichnen wollen.
"Das närrische Treiben überall muss doch einmal ein Ende haben - und zwar ganz radikal."
-Friedrich Schorlemmer
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Gast

Re: E.Henscheid - Ein Hausgott fällt vom Altar

Beitrag von Gast »

Hat niemand SL 1/97 zur Hand ODER kann sich noch an einen Menschen namens Friedrick Denk erinnern ? NA ?

Wem hier was vom Altar fällt, der hat sich als SL N00b geoutet.
So einfach ist das.
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alfredruby
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Beitrag von alfredruby »

Ach,
verehrter Gast. Sie werden hoffentlich verzeihen, daß ich den gute neun Jahre alten Text gerade nicht präsent hatte und in der Tat nachsehen mußte. Die etwas wichtigtuerisch klingende Verurteilung zum 'NOOb', warum auch immer, kann ich hinnehmen.

Allein: was genau hat Ihr Hinweis jetzt eigentlich mit dem Thema darüber zu tun ?

Auch nicht mit dem Thema zu tun, Entschuldigung, aber viel interessanter ist doch wohl die Tatsache, daß an anderer Stelle in diesem Heft die Forderung aufgestellt wurde, Josef Ratzinger doch bitteschön alsbald zum Papst zu küren.
Ich finde, die Tatsache, daß der Vatikan diese Forderung, wenn auch mit einiger Verzögerung, erfüllt hat, zeigt eindrucksvoll, über welche 'Connections' die Redaktion verfügt.
Da war das mit der Fußballweltmeisterschaft ein Klacks dagegen.
Sorry für die Themaverfehlung.
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Prof. Adorno
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Beitrag von Prof. Adorno »

Tischlampe hat geschrieben: Aber generell gefragt: Ist der Untergang des Abendlandes (i.e. Einschränkung der Pressefreiheit) tatsächlich schon dann im Schwange, wenn man einen mehr als rechtslastigen Zeitungsverlag nicht auf einer weniger als erstklassigen Bücherschau haben will, mit einer nicht mal so abwegigen Begründung? <a href="http://www.taz.de/pt/2006/02/09/a0227.1/text">Im Aufruf, "Appell für die Pressefreiheit" betitelt, wird behauptet, die Ausladung sei "politisch motiviert" gewesen. Dem widerspricht die Messeleitung entschieden. Vielmehr befürchtete die Messe Protestaktionen gegen eine geplante Veranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Verlages der Jungen Freiheit während der Messe. Klartext: Sie wollten keinen Ärger. Ob das richtig ist? Eher nein. Aber es ist eben keine politisch motivierte Ausladung.</a>
Sehr geehrter Tischlampe, mit einer ähnlich "gar nicht mal so schlechten Begründung" könnten Sie auch der "Jüdischen Allgemeine" die Teilnahme verweigern, weil das ja wiederum alle möglichen Protestaktionen von NPD und üblen Konsorten nach sich ziehen könnte.

Statt auf die strunzdoofe JF und ihre ach so perfiden Interview-Strategien einzudreschen, sollte m. b. E. doch gefragt werden, warum genau denn Leute wie Glotz und eben Henscheid dafür sich hergeben? Ihnen, und nur ihnen, wäre doch der Seriositätsgewinn der JF dann zuzuschreiben.

Herr Ruby, was steht denn in dem Heft, auf das der anonyme Gast hingewiesen hat?
Ich bin gut informiert. Ich weiß viel. Ich habe viel Material.
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alfredruby
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Beitrag von alfredruby »

Gerne.
Gell, das ist doof, wenn man so rumklugscheißert wie ich und dabei die wichtigste Information fortläßt.
Wenn ich schon ein NOOb bin (ich gehöre ja zu der Generation, die erst einmal rumgoogeln muß, um zu verstehen, was der Autor mit dem Begriff meint), dann wollte ich halt ein ganz toller sein.

Anbei der gewünschte Text:

Bild
noch ein Gast

Was hat Henscheid überhaupt zu sagen?

Beitrag von noch ein Gast »

Ich war auch negativ überrascht, als E. Henscheid der JF ein Interview gegeben hatte. Aber ich frage mich außerdem bei vielen Texten, die im endgültigen Satiremagazin erscheinen, was überhaupt interessant an ihnen sein soll. Ich muss zugeben, dass ich seine früheren Sachen (Romane, Anekdoten über die Frankfurter Schule etc.) noch nicht gelesen habe. Das mögen ja wirklich gute Texte sein. Aber nur seltsam und unlustig fand ich z. B. das Wörterbuch der Kulturen, in dem akribisch unter Angabe der Fundstellen einfach bloß Bindestrichkulturen aufgelistet werden, anstatt einen Text darüber zu schreiben, warum diese Wortbildungen Quatsch sind. Keine Argumente, bloß moralische Empörung. Reine Zeitverschwendung.
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Baron Krötschild
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Beitrag von Baron Krötschild »

Gäste sind die größte Zeitverschwendung.
Außerdem kann man die nicht ignorieren.
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