dresden finde ich auch gut. v.a. habe ich mich bei meinem ersten besuch über die kulturelle offenheit der stadt sehr gewundert: direkt an der bahnlinie eine riesige moschee mit minarett und allem, prunkvoll gemacht und schon von außen als uralt, ja geradezu historisch zu erkennen. - aber mein bild vom ostdeutschen wurde sofort wieder gerade gerückt, als mir ein dresdner erklärte, das sei gar keine moschee, noch nie gewesen, sondern ursprünglich eine tabakfabrik, erbaut im stile einer moschee, weil das halt schick gewesen wäre damals, und heute ein theater oder was. so feiert der dresdner seine weltläufigkeit und kulturelle offenheit, aber freund muselmane guckt dabei durch die (natürlich schmutzigen) finger.
oh, eine abschweifung. jetzt bitte weiterstreiten!
Pelzer hat geschrieben:dresden finde ich auch gut. v.a. habe ich mich bei meinem ersten besuch über die kulturelle offenheit der stadt sehr gewundert: direkt an der bahnlinie eine riesige moschee mit minarett und
Dann fahren Sie niemals nach Potsdam, dort gibt es zwar auch eine "Moschee":
ich schweife mit !
die angeblich älteste moschee deutschlands -siebzehnachtzigirgendwas- steht im schwetzinger schlossgarten. das fand der adel damals amüsant. freilich ist es nur eine miniatur, heisst, man kann darin herumlaufen, aber es passen nicht viele rein. dafür ist es komplett mit pittoreskem minarett.
natürlich hat es in der gegend längst auch "richtige", moderne moscheen, zum teil auch mit schmuckem turm - von dem aber nicht gerufen werden darf. wär ja wohl noch schöner...
Pelzer hat geschrieben:...aber mein bild vom ostdeutschen wurde sofort wieder gerade gerückt, als mir ein dresdner erklärte, das sei gar keine moschee, noch nie gewesen, sondern ursprünglich eine tabakfabrik...
ich bin mir da zwar jetzt nicht hundertprozentig sicher, aber ich glaube, daß dieses gebäude nicht von anfang an eine tabakfabrik war. wie gesagt: kann mich auch irren.
Der Osten erstaunt mich immer wieder, soviel Hinterlist hätte ich denen gar nicht zugetraut. Wasserpumpwerke und Tabakfabriken, die religiöse Toleranz vorspiegeln sollen? Womöglich sind auch die mit unserem guten Westgeld gebauten Vorzeigeprojekte wie z.B. die gläserne Fabrik in Dresden auch nur potemkinsche Dörfer, führt uns der Ostdeutsche schon die ganze Zeit an der "Nase"?
Wir sollten mal jemanden rüber schicken, der sich den Laden dort mal genauer vornimmt, das sind doch keine Zustände.
hessen-wohin hat geschrieben: Der Osten erstaunt mich immer wieder, soviel Hinterlist hätte ich denen gar nicht zugetraut. Wasserpumpwerke und Tabakfabriken, die religiöse Toleranz vorspiegeln sollen?
Interessante These, daß Wasserpumpwerke und Tabakfabriken religiöse Toleranz vorspiegeln sollen, vielleicht am Ende kein genuin ostdeutsches Motiv, da oben gezeigte Bauwerke schon etwas älter als die DDR zu sein scheinen?
hessen-wohin hat geschrieben:Womöglich sind auch die mit unserem guten Westgeld gebauten Vorzeigeprojekte wie z.B. die gläserne Fabrik in Dresden auch nur potemkinsche Dörfer, führt uns der Ostdeutsche schon die ganze Zeit an der "Nase"?
Das scheinen eher böhmische Dörfer zu sein und sicher gibt es prägnantere Beispiele für vorgespiegelte religiöse Toleranz als den Volkswagen, schauen Sie sich mal das Chrysler-Logo an.
hessen-wohin hat geschrieben:Wir sollten mal jemanden rüber schicken, der sich den Laden dort mal genauer vornimmt, das sind doch keine Zustände.
Plane eine Reise nach Potsdam und kann gerne Bericht über Zustände vor Ort erstatten. Sie können als neutraler Beobachter auch gerne mitkommen.
Frank N. hat geschrieben:
Das scheinen eher böhmische Dörfer zu sein und sicher gibt es prägnantere Beispiele für vorgespiegelte religiöse Toleranz als den Volkswagen, schauen Sie sich mal das Chrysler-Logo an.
ich meinte nicht, dass das ein Beispiel für vorgespiegelte religiöse Toleranz sei, sondern: wenn der Ostdeutsche nicht vor solchen Scheinmoscheetricksereien zurückschreckt, wäre es da nicht denkbar und ja, sogar wahrscheinlich, dass diese grosszügig subventionierten Vorzeigeprojekte nur ...äh, potemkinsche Dörfer sind und das Geld zu ganz anderen Zwecken genutzt wurde?
Fahren Sie mal hin, überprüfen das unauffällig, machen Sie sich Notizen und erstatten uns dann Bericht.
hessen-wohin hat geschrieben:wenn der Ostdeutsche nicht vor solchen Scheinmoscheetricksereien zurückschreckt, wäre es da nicht denkbar und ja, sogar wahrscheinlich, dass diese grosszügig subventionierten Vorzeigeprojekte nur ...äh, potemkinsche Dörfer sind und das Geld zu ganz anderen Zwecken genutzt wurde?
Hähä! Was glauben Sie denn? Ich habe noch nie so großzügig angelegte Trinkhallen erlebt! Da hat der Wessi schon was springen lassen! Ich muß schon sagen: die Umwandlung der ostdeutschen Wirtschaft in die größte Gastwirtschaft der Welt wird bisher hervorragend unterstützt. Prost!
hessen-wohin hat geschrieben: Der Osten erstaunt mich immer wieder, soviel Hinterlist hätte ich denen gar nicht zugetraut. Wasserpumpwerke und Tabakfabriken, die religiöse Toleranz vorspiegeln sollen? ...
Das ist nur logisch, wurden in besagter Tabakfabrik doch so wohlklingende Zigaretten wie "SALEM" und "Orient" (mit und ohne Mundstück) produziert und was braucht der Araber dringender als Wasser...
Larifari hat geschrieben:
Plane eine Reise nach Potsdam und kann gerne Bericht über Zustände vor Ort erstatten. Sie können als neutraler Beobachter auch gerne mitkommen.
Melden Sie sich bitte vorher, ich empfehle ihnen einen Skinhead ihrer Wahl als Fremdenführer
terf hat geschrieben:komme gerade aus dresden zurück. wunderschöne stadt, wie immer. mein tip: abends auf die carolabrücke gehen und die aussicht geniessen.
Es ist ein Traum, oder?
Ich war nun fast zweieinhalb Wochen dort (geplant waren eineinhalb), und das zum dritten Mal innerhalb eineinhalb Jahren.
Ich weiß, es gehört nicht in diesen Thread, möchte aber auch, wenige Stunden nach der Rückkehr, keinen neuen eröffnen: Die Blicke (nicht nur von der Carola-Brücke) sind dermaßen eindrucksvoll, im Sommer wie im Winter. In den letzten Tagen war alles verschneít.