justine hat geschrieben:Nie nimmt mich jemand ernst.
allerliebste justine, seitdem ich weiß, dass sie mitnichten groupie, sondern vielmehr fachjournalistin sind, nehme ich sie
sehr ernst!
ungekürzte zehennägel können n a t ü r l i c h nicht nur zu blutstürzen führen, wenn sie verwegen genug sind, sich zu vermeintlich zärtlichem streicheln anzuschicken - sie sind sogar doppelt so garstig, wenn sie auftauchen, wo ihr träger längst verschwunden ist.
menschen mit ungekürzten zehennägel haben ja gerade zur eigenart, sich ihrer äußerlichkeit gar nicht bewusst zu sein. sie tragen ihre zehennägel herum als kennten sie sie nicht und sie verlieren sie eben auf solche weise. zum beispiel schneiden sie sie beim gang zur gästetoilette mit einer eben gefundenen nagelzange geistesabwesend ab. im eigenen haushalt, natürlich, fehlt so ein gerät, doch im eigenen haushalt würden die spuren auch nicht da verbleiben wo sie fallen. als gastgeber bemerkt man die souveniers erst spät, zum beispiel, wenn man schmerzhaft auftritt. doch man hat mitnichten nicht damit gerechnet! das erledigte geschäft sieht man so ungehobelten gästen an: wenn sie zurückkommen wie frisch aus der dusche oder gerade gekokst. und immer noch handelt es sich lediglich um fußnägel! manchmal beneide ich dieses klientel...
aber ob stimmt, was...
Der Korrektor hat geschrieben:Irgendwie war ja früher alles viel einfacher, das Balzverhalten ließ sich, leicht strukturalistisch gesehen, in folgenden Phasenablauf gliedern, wie ich gerade einer Untersuchung über Texte des späten 17. Jahrhunderts entnehme"
auch mit polierten zehen, korrektor, sind sie, wie ich meine, selbst schuld an ihrem übel. das theoretische mag sie zur zeit reizen. aber in diesem strang zählt die praxis. so wie im leben. und sonst nichts.
E.M.