Horrorfilm gesucht!

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Moderator: Pelzer

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Barschel
Wussow Blockwart
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Beitrag von Barschel »

Verkatert hat geschrieben:p.s.: ich begreife übrigens immer noch nicht, wie sehr sich gewisse personen daran dermaßen aufgeilen konnten, dass ich mit dänemark daneben lag.
personen? aufgeilen? frl. verkatert, sprechen sie von diesem strang? oder spielen sie auf vorkommnisse in #wussow ang*?

b.

*das g ist dem reim geschuldet, entschuldigun
Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort.
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Verkatert
Wussow-Todesengel 2005
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Beitrag von Verkatert »

jaja. und abermals ja.
Dürer? Hab ich nie gelesen.
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Solipsist
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Beitrag von Solipsist »

Mein allerliebstes Fräulein Verkatert,

Mir kam zufällig just vor zwei Tagen jener von Ihnen propagierte Film HIGH TENSION unter die Finger und ich hätte diese DVD sicherlich ob ihrer profan brutalen Erscheinung wieder abgelegt und ignoriert, wären da nicht Erinnerungen an diesen Strang hier noch vorhanden gewesen, welche einer Empfehlung gleichkamen.

Ich möchte mich bedanken.

Den Grad der Spannung die ein Film verursachen kann, lässt sich bei mir leicht an der Größe des Winkels, den meine Wirbelsäule und die Lehne meines Gelsenkirchener Barocksessels miteinander bilden, hervorragend messen. Ein beachtliches Ergebnis wurde hierbei erzielt.

Herr Ittenbach, wenn Sie so etwas mit "nett gemacht" aburteilen können, scheinen Sie mir nicht nur in einer Hinsicht recht abgestumpft zu sein. Was Ihnen da sonst noch alles im Leben an Genüssen zu entgleiten scheint, feuchtet mir die Augen. Es gibt noch anderes im Leben als Herrn Söder.

Dem geneigten Leser, und vor allem Fräulein Verkatert, sei abschließend noch der Film "REQUIEM FOR A DREAM" hier ans Herz gelegt. Ein, sagen wir mal emotionaler Splatterfilm von unübertroffener seelischer Brutalität, einhergehend mit einer Qualität die ich so, auf einer Leinwand, noch niemals zuvor gefunden habe.

Ach ja, wenn ich schon,... schauen Sie sich "SPUN" dann am besten auch gleich noch an.
Von mir empfohlen, gleichsam als Danksagung für Ihren Film, Referenz für meine Person und Bewerbung um die Information über das wo und wann weiterer Filmrosinen in der Zukunft.

Zumal das E-Werk oder die Meisengeige nicht weit sind.

S
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Verkatert
Wussow-Todesengel 2005
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Beitrag von Verkatert »

Nun, freut mich sehr, Ihnen "angenehme" einundhalb Stunden vermittelt zu haben. Ich bin leider zu müde, um groß was zu antworten, ich finde es nur selbst immer so unhöflich, wenn persönlich adressierte postings nicht beantwortet werden...
Solipsist hat geschrieben:
Zumal das E-Werk oder die Meisengeige nicht weit sind.
Ach ja? Na, dann freue ich mich, sie am 6.12. zu einem beschaulichen Nikolausabend (Max Goldt Lesung im E-Werk) begrüßen zu dürfen!(jeden anderen wussowianer natürlich auch, einige Ausnahmen nicht mit eingeschlossen). Muss ja nicht immer alles Blut und Schreck sein, gerade zu dieser Jahreszeit mal was gemütliches!
voller vorfreude,
verkatert
Dürer? Hab ich nie gelesen.
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FinnCrisp
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Beitrag von FinnCrisp »

Je nun. Ich habe mir, durch Solipsists Anregung ganz im Schwange, "Requiem for a Dream" angeschaut und finde, sooo schockierend ist der ja auch nicht. Die Langzeitwirkungen von Drogen werden beinahe heruntergsepielt und erst im letzten Fünftel in ganzer Bandbreite präsentiert. Jared Leto kriegt eine entzündete Armbeuge, der alberne Schwarze kommt ins Gefängnis und das Mädchen gerät in die Schulden- und Sexfalle. Mein Gott, sicher tragisch, aber trotzdem ... Auch diese immer gleiche Cut- und Close-up-Technik ermüdet irgendwann. (Wenigstens erschloss sich mir dadurch eine Parodie aus der Simpsons-Folge "I'm spelling as fast as I can".) Das Ekelhafteste an dem Streifen ist die Fernsehshow, von der die Mutter so begeistert ist. Was zur Hölle geht da vor?

Von gänzlich anderer Struktur ist die Western-Horror-Splatter-Komödie "Cannibal! The Musical" von South-Park-Macher Trey Parker. Es ist eine Produktion der legendären Troma-Reihe, beruht angeblich auf einer wahren Begebenheit und enthält aberwitzige Metzelszenen und "7 großartige Songs".

Ach ja, die Beschreibung von Fr. Verkatert erinnert mich an Wes Cravens berüchtigtes Werk "Last House on the Left", auf dessen Spuren ich seit Jahren bin. Hatte mal jemand die Freude, den Film zu sehen? Ist er gar indiziert?
I drove downtown, scanning the alleys until I saw a rail-thin Mexican kid standing by a dumpster wearing a St. Louis Rams jacket. The kid was wearing the jacket, not the dumpster.
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Olaf Ittenbach
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Beitrag von Olaf Ittenbach »

FinnCrisp hat geschrieben:…Ach ja, die Beschreibung von Fr. Verkatert erinnert mich an Wes Cravens berüchtigtes Werk "Last House on the Left", auf dessen Spuren ich seit Jahren bin. Hatte mal jemand die Freude, den Film zu sehen? Ist er gar indiziert?
Mach ich mich wohl strafbar wenn ich zugebe den gesehen zu haben?
Denn er ist nicht bloß indiziert sondern sogar beschlagnahmt:

http://www.bpjm.com
Last House on the Left
(Mondo Brutale)
Astro Filmworks & Records (Astro Distribution 6mbH), Kassel
AG Wolfhagen, Beschlagnahmebeschluß vom 10.07.2000
Was natürlich völlig lächerlich ist, aber in Deutschland fallen ja auch Filme 40 Jahre nach dem Erscheinen der Zenzur zum Opfer:
http://www.taz.de/pt/2004/04/08/a0274.nf/text
Der verbreitetste Ruffel ist der Unruffel!
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Pelzer
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Beitrag von Pelzer »

gesehen habe ich ihn auch, aber freude...?
er ist ein musterbeispiel der kategorie reaktionärer horrorfilm, wobei der begriff reaktionär hier eine etwas andere bedeutung hat als üblicherweise. ohne allzu weit auszuholen: für gewöhnlich ist das böse im film ebenso wie das gute sozusagen ein teil des betrachters, jeckyll & hyde also (man denke z.b. an den "tracking shot" aus der sicht des täters und gegenschnitt aus der sicht des opfers), daher kann es auch nie ganz sterben (freddy, jason, alien usw.). im sog. apokalyptischen film ist die erkenntnis genau diese: daß das eine ohne das andere undenkbar ist. im reaktionären allerdings wird das böse, in der regel gewalttätige, mit gegengewalt bekämpft und schließlich besiegt. und das ist hier aufs äußerste reduziert: die bande der bösen buben (ja, es ist auch eine frau dabei, oder nicht?), die zwei junge mädchen quält, ist das böse, das vom vater eines der mädchen also ebenfalls gequält werden "darf", eine bessere legitimierung gibt es kaum, auf mitleid brauchen die nicht zu rechnen. einigermaßen simpel, aber für ein erstlingswerk (wars doch, oder?) ganz interessant. er hinterläßt halt, wie reaktionäre horrorfilme generell, einen eher unappetitlichen nachgeschmack; vielleicht, weil man schon ahnt, daß das keine probate lösung für die frage nach dem bösen in der welt ist.
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FinnCrisp
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Beitrag von FinnCrisp »

Das ist ja interessant. Würden Sie "Natural Born Killers" dann auch in diese Kategorie einstufen? Ich weiß bis heute nicht, was ich davon halten soll.
I drove downtown, scanning the alleys until I saw a rail-thin Mexican kid standing by a dumpster wearing a St. Louis Rams jacket. The kid was wearing the jacket, not the dumpster.
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Pelzer
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Beitrag von Pelzer »

nun ja, da stellt sich doch zuerst die frage, ob nbk ein horrorfilm ist. ich glaube eher nicht.
ansonsten bin ich da auch gespalten, denn einerseits ist er so bildgewaltig, daß er mich mehrmals sehr fasziniert hat, andererseits ist der topos von den bösen, bösen medien, die für die gewalt in der gesellschaft (mit-)verantwortlich sind, natürlich konservativer quatsch. am ehesten würde ich nbk (bzw. seinen erfolg) als ausdruck für gesellschaftlich latent vorhandene vorbehalte über gewaltdarstellung in den massenmedien werten, denen stone ausdruck verleiht.
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Der Korrektor
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Beitrag von Der Korrektor »

Hallo,

ich suche zwar keinen Horrorfilm, wollte aber nicht wieder einen neuen Strang aufmachen. Und zwar suche ich nach einem Science-Fiction-Film, der schon mehrfach in irgendwelchen dritten Programmen lief (ich glaube ein niederländischer Film) und kammerspielartig die Geschichte von jemandem erzählt, der stark an Agoraphobie bzw. Soziophobie leidet und daher seit Jahren nicht seine Wohnung verlassen hat.

Er nimmt am Leben nur via Internet (natürlich eine etwas modernere Internet-Version mit ein wenig mehr Möglichkeiten) bzw. via Bildschirmtelefon teil - der Filmzuschauer sieht stets immer nur seinen Monitor (nie ihn selbst, nur mal kurz schemenhaft am Schluss), also das, was er sieht: Seine Gespräche mit seiner Mutter, mit seinem Psychotherapeuten, mit diversen Firmen, mit Cybersex-Partnerinnen und virtuellen Flirts, mit Partneragenturen.

Ich glaube, der Film hatte als Titel nur den Vornamen des Protagonisten, aber dieser ist mir entfallen. Kann jemand weiterhelfen? Schön wäre auch ein Hinweis, ob es den Film irgendwo als Video oder DVD gibt - oder vielleicht hat ihn ja sogar jemand auf Band ...

Es grüßt
Der Korrektor

Nachtrag:
Unterdessen habe ich doch selbst recherchieren können welchen Film ich suche. Es handelt sich um "Thomas est amoureux" (http://www.thomasestamoureux.be), weitere Infos finden sich auch zum Beispiel hier. Es handelt sich um einen belgischen (nicht holländischen) Film von Pierre-Paul Renders von 2001, der im englischen Titel "Thomas in Love" hieß und in den dritten Programmen glaube ich einfach nur unter dem Titel "Thomas" lief.

Sie brauchen sich also nicht mehr zu "bemühen". "Danke" für Ihre "Hilfe".
Es war die Personifikation und Inkarnation des Grauens, des Abartigen, des Anderen. Doch bevor er diesen Gedanken vertiefen konnte, riss ihm das Monster gemütlich schmatzend den Kopf ab.
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